Das erste Papiernetz in Wabenform wurde 1901 von Hans Heilbrun für die hallesche Luxuspapierfabrik Heilbrun & Pinner erfunden. (Foto: Sarah Huke)

Das erste Papiernetz in Wabenform wurde 1901 von Hans Heilbrun für die hallesche Luxuspapierfabrik Heilbrun & Pinner erfunden. (Foto: Sarah Huke)

Erfindungen „made in Halle“

Nicht nur die Hallorenkugeln wurden in Halle erfunden. Eine kleine Auswahl von Erfindungen aus der Saalestadt hat die Redaktion an dieser Stelle zusammengetragen.

Welche bedeutenden Entwicklungen aus Halle gehören noch dazu? Helfen Sie, unsere Liste zu ergänzen – per Kommentar oder per E-Mail an magazin@uni-halle.de! Unter allen Einsendungen, die uns bis zum 31. Mai erreichen, verlosen wir die LED-betriebene Figur, die auf dem aktuellen Titelbild der scientia halensis zu sehen ist. Auch das „Lustige Taschenbuch“ Nr. 19 (Düsentriebs verrückte Erfindungen) gibt es zu gewinnen.

Die Hoffmannstropfen gegen Übelkeit und Schwächeanfall gibt es auch heute noch in (fast) jeder Apotheke. (Foto: Maike Glöckner)

Die Hoffmannstropfen gegen Übelkeit und Schwächeanfall gibt es auch heute noch in (fast) jeder Apotheke. (Foto: Maike Glöckner)

Die Hoffmannstropfen: Ein Arzneimittel gegen Übelkeit, Ohnmacht und Schwächeanfälle. Ihr Erfinder Friedrich Hoffmann (1660 – 1742), einer der bekanntesten europäischen Mediziner, machte die Medizinische Fakultät der halleschen Universität zur führenden deutschen Ausbildungsstätte für akademische Ärzte.

 

 

Die Dächer des

Die Dächer des „Schalenmüllers“ prägen bis heute das Stadtbild: Herbert Müller erfand die HP-Schale in den 1950ern. (Foto: Corinna Bertz)

Den „Sieg der Mathematik am Bau“ hat in den 1950er Jahren der Architekt Herbert Müller mit seiner Erfindung der Hyperbolischen Paraboloidschale errungen. Die meist wellenförmigen Dachkonstruktionen wurden erstmals für Turnhallen in Halle-Neustadt verwendet. Dank der sattelförmigen Verbundbetonplatten konnten große Spannweiten ohne zusätzliche Träger überbrückt werden.

 

 

Das erste Papiernetz in Wabenform wurde 1901 von Hans Heilbrun für die hallesche Luxuspapierfabrik Heilbrun & Pinner erfunden. (Foto: Sarah Huke)

Das erste Papiernetz in Wabenform wurde 1901 von Hans Heilbrun für die hallesche Luxuspapierfabrik Heilbrun & Pinner erfunden. (Foto: Sarah Huke) 

Das erste Papiernetz in Wabenform: Hans Heilbrun erfindet 1901 die Struktur und Produktion der expandierten Papierwabe und nutzt sie für dekorative Zwecke in der Luxuspapierfabrik Heilbrun & Pinner, Halle. Die Wabenkerne sind ein wichtiges Element für folgende Entwicklungen, wie Wabenplatten in Sandwichbauweise, die in der Luft- und Raumfahrtindustrie eingesetzt werden.

 

 

 

Mit seinen Fluoreszens-Farbstoff-Kits will MLU-Absolvent Dr. Jan Heise helfen, Krankheiten aufzuspüren und Therapien richtig einzusetzen. (Foto: NH DyeAGNOSTICS)

Mit seinen Fluoreszens-Farbstoff-Kits will MLU-Absolvent Dr. Jan Heise helfen, Krankheiten aufzuspüren. (Foto: NH DyeAGNOSTICS)

Krankheiten aufspüren und Therapien richtig einsetzen: Auf der Suche nach den dazu nötigen Protein-Biomarkern helfen die Fluoreszenz-Farbstoff-Kits, welche die NH DyeAGNOSTICS GmbH aus Halle entwickelte. Das Biotechnologie-Unternehmen wurde 2007 vom MLU-Absolventen Jan Heise gegründet.

 

 

Fünf der Hocker, die an der Burg Giebichenstein entwickelt wurden (Foto: 3F-board)

Fünf der faltbaren Hocker aus dem neuen Werkstoff. (Foto: 3F-board)

Ein Sitzplatz für jede Gelegenheit: Für den Hocker „falter“ entwickelten Martin Büdel, Wolfgang Kreser und Achim Hack, Absolventen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, den Werkstoff „3F-board“. Dank der integrierten Lederfaser kommen die damit gestalteten Designobjekte ganz ohne herkömmliche Beschläge aus.

 

 

1821 erfand der Physiker Johann Christoph Schweigger an der Universität Halle seinen „Multiplikator“, mit dem Strom elektromagnetisch gemessen werden konnte. (Foto: Museo Galileo)

1821 erfand der Physiker Johann C. Schweigger an der Universität Halle seinen „Multiplikator“. (Foto: Museo Galileo)

Johann Christoph Schweigger wurde 1819 an die Universität Halle berufen. 1821 erfand er das Galvanometer ( das er „Multiplikator“ nannte), mit dem erstmals auch schwacher elektrischer Strom gemessen werden konnte. Dieser besaß eine Magnetnadel, die mehrmals mit einem Draht umwickelt war. Sie wurde durch die Magnetwirkung des elektrischen Stromes abgelenkt und zeigte so seine Stärke an. Mehr auf der Seite der Princeton University.

Text: Sarah Huke

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Kommentare [ 1 ]

1 Scientia Halensis : Erfindungen "made in Halle" II schrieb am 11.05.2016 um 12:21

[…] ersten Teil haben wir bereits sechs Erfindungen „made in Halle“ vorgestellt, heute ergänzen wir die Liste um drei weitere […]

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