Doktoranden protestieren gegen geplante Kürzungen

Sie wollen die Situation der Promovierenden an der MLU verbessern und ihnen eine Stimme geben: Im November 2011 haben sich Doktoranden zur Promovierenden-Initiative Halle zusammengeschlossen. In einer Pressemitteilung kritisieren sie jetzt die geplante Streichung der Landesgraduiertenförderung in Sachsen-Anhalt.

„Die Landesregierung stellt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses infrage und dagegen möchten wir unseren Protest in der Öffentlichkeit zur Sprache bringen“, sagt Isabell Schmock von der Promovierenden-Initiative Halle. Für die Landesgraduiertenförderung werden demnach ab 2014 keine Mittel des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft mehr bereitgestellt. Es sei nur noch eine Auslauffinanzierung aller Projekte möglich, heißt es in einem aktuellen Haushaltsentwurf der Regierung.

Die Mitglieder der Promovierenden-Initiative fordern die Regierung auf, die Graduiertenförderung auszubauen, anstatt sie abzuschaffen. „Bereits heute ist die Situation der Nachwuchswissenschaftler in Sachsen-Anhalt überaus prekär. Vor diesem Hintergrund wird die Streichung der Graduiertenförderung einer Vielzahl begabter Absolventen jede Aussicht nehmen, sich als Wissenschaftler zu etablieren“, schreiben sie in ihrer Pressmitteilung.

Die Promovierenden-Initiative Halle ist ein Zusammenschluss von Doktorandinnen und Doktoranden an der MLU. Ihre Mitglieder aus den Geistes-, Sozial-, Ingenieur- und Naturwissenschaften promovieren innerhalb und außerhalb von strukturierten Graduiertenstudiengängen. „An der MLU gibt es derzeit keine Promovierendenvertretung, die sich unserer Belange annimmt und unsere Positionen in den unterschiedlichen Gremien der Universität vertritt“, erläutert der Sprecher der Intiative Frank Ursin. (kurz notiert von: Corinna Bertz)

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