Dauerwerbewirtschaftsgespräch

Während sich in Donezk Frankreich und England duellierten, trat in der MLU-Aula Karsten Heuchert ans Mikrofon: Beim 36. Halleschen Wirtschaftsgespräch sah sich der Chef der Verbundnetz Gas AG (VNG) immerhin rund 120 Zuhörern gegenüber, darunter zahlreichen Studierenden. Die erlebten ein flammendes Plädoyer für das Erdgas.

VNG-Chef Karsten Heuchert warb beim Wirtschaftsgespräch für Erdgas. (Foto: Maike Glöckner)

VNG-Chef Karsten Heuchert warb beim Wirtschaftsgespräch für Erdgas. (Foto: Maike Glöckner)

„Mit Erdgas klappt es!“, verkündete Heuchert gleich zu Beginn. Gemünzt war der Satz auf den Aufstieg des Hallschen FC, für dessen Arena die VNG die Namensrechte erworben hat. Gemeint war aber auch die Energiewende. Die sei ein echter Stresstest, aber zu schaffen. Eben mit Erdgas. Das sei flächendeckend verfügbar, vielfältig einsetzbar und sauber. Kohlendioxid lasse sich somit bestens einsparen. Nur die Rahmenbedingungen müssten stimmen. Und die Speicherkapazität müsse steigen. Daran arbeite die Verbundnetz Gas AG tatkräftig mit. Auch die Verbraucher könnten viel tun. „In Millionen Kellern schlummern Potenziale“, sagte Heuchert. „Es muss heißen: Kesseltausch vor Gebäudedämmung.“ Nicht unerwähnt bleiben durften zudem die VNG-Erdgas-Tankstellen.

MLU-Prorektorin Birgit Dräger erlaubte sich im Anschluss den Hinweis, dass in die Erdgas-CO2-Bilanz auch dessen Verbrennung einbezogen werden müsse. Kritik aus dem Auditorium gab es auch an Heucherts Kohle-Schelte. Die Nutzung von Braunkohle sei für das Klima nicht so schlecht wie von ihm geschildert. Mehrere Fragesteller bewegte das Thema Preisentwicklung. Dazu wagte der VNG-Vorstandsvorsitzende keine Prognose. Moderator Rüdiger Pohl, langjähriger Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, schon: „Strom bleibt Strom. Nur teurer wird’s.“

Text: Carsten Heckmann

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