Egal ob Auslandssemester, Praktikum, Sprachkurs oder Studienreise: Bis 15. Oktober können sich alle Studierenden der MLU um eine PROMOS-Förderung bewerben. (Bild: photo-dave / Fotolia)

Egal ob Auslandssemester, Praktikum, Sprachkurs oder Studienreise: Bis 15. Oktober können sich alle Studierenden der MLU um eine PROMOS-Förderung bewerben. (Bild: photo-dave / Fotolia)

PROMOS: Neue Wege ins Ausland

Mit Erasmus hört die Welt noch nicht auf: Studierende mit Fernweh können ihre Studienaufenthalte, Sprachkurse oder Praktika seit 2011 auch durch PROMOS fördern lassen. Noch bis zum 15. Oktober sind an der MLU Bewerbungen für Förderungen im ersten Halbjahr 2013 möglich.

Das neue „Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden“, kurz PROMOS, setzt dort an, wo Erasmus aufhört. Wer außerhalb von Europa oder fernab der Erasmus-Partnerunis Auslandserfahrung sammeln möchte, kann sich beim International Office der MLU um eine PROMOS-Finanzierung bewerben. Auslandsaufenthalte bis zu sechs Monate werden aus Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) in unterschiedlicher Höhe gefördert.

PROMOS ist ein leistungsorientiertes Stipendium – „Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich zu bewerben!“, betont Dr. Manfred Pichler, der das Programm an der MLU koordiniert. Die Chancen für Bewerber stünden gut. Vor allem Semesteraufenthalte und Aufenthalte für Abschlussarbeiten werden durch PROMOS finanziell unterstützt. „Wer mit der Förderung studiert, erhält 300 Euro monatlich. Wer dagegen im Ausland ein Praktikum absolviert, dem werden über das Programm die Reisekosten erstattet“, erläutert Rebecca Randolf, studentische Hilfskraft am International Office.

Nach Afrika, Asien, Amerika – aber auch zum Sprachkurs nach Russland wollten die 60 Studierenden, die an der MLU bislang mit einer Finanzspritze von PROMOS ins Ausland gegangen sind. „Die meisten Bewerber befinden sich am Ende ihre Bachelorstudiums. Daneben gibt es viele Masterstudenten, die ihre Abschlussarbeit im Ausland schreiben möchten“, erzählt Rebecca Randolf. Das Programm erfordert Eigeninitiative: Die Studierenden müssen sich ihren Aufenthalt selbst organisieren. PROMOS gewährt lediglich einen finanziellen Zuschuss zum Vorhaben.

Über die Auswahl der Bewerber, die letztlich gefördert werden, entscheidet eine siebenköpfige Kommission aus Hochschullehrern und einem Studierenden. „Im International Office wird das PROMOS-Programm koordiniert, auf die Auswahl haben wir keinen Einfluss“, erläutert Pichler. Bewerber benötigen u.a. das Empfehlungsschreiben eines Dozenten und müssen Kenntnisse der Landes- bzw. Unterrichtssprache nachweisen können. Sprachkursen werden dann gefördert, wenn die Wahl der Sprache schlüssig begründet werden kann. Eine angehende Biologin, die zum Beispiel einen Russischkurs belegen möchte, müsse erklären können, wieso Russischkenntnisse für ihr Studium oder ihren Abschluss relevant sind.

Zwischen 50.000 und 70.000 Euro erhält die MLU jährlich vom DAAD für das Programm. Die Summe hängt u.a. ab von der Gesamtzahl der Studierenden und der Anzahl der Erasmus-„Outgoer“. PROMOS wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Es ersetzt eine Reihe verschiedener Programme des DAAD, die jetzt durch die Hochschulen in Eigenregie ausgeschrieben und betreut werden. Corinna Bertz

Mehr Informationen:
PROMOS an der MLU

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