Erasmus-Fotowettbewerb: Von Sibiu bis Umeå

Ein Studium an der Uni Halle muss nicht immer nur in der Saalestadt stattfinden. Jährlich zieht es viele Studenten zu Auslandssemestern in die verschiedensten Teile der Erde. Ein Großteil der Auslandsaufenthalte wird über das Erasmus-Programm organisiert. In diesem Jahr fand wieder ein Wettbewerb statt, der die schönsten Fotos während eines Erasmus-Austauschs prämierte. Scientia Halensis hat hier die besten drei gesammelt.

Platz 1: Autumn Lights Festival (Umeå, Schweden)

1-Autumn Lights Festival

Das Autum Lights Festival findet jedes Jahr im Herbst in Umeå statt. (Foto: Susanne Kaufmann)

„Die bunten Kerzenkreise haben mich besonders fasziniert, man hat sie schon von weitem leuchten sehen. Es sind leere Einmachgläser, liebevoll verziert mit bunten Papierschnipseln. Die dunkle Jahreszeit wird durch die Lichter ein wenig freundlicher und wärmer, deswegen ist es vor allem im Norden von großer Bedeutung und typisch schwedisch. Umeå ist bekannt für seine vielen Festivals, dazu zählt auch das Autumn Lights Festival, auf dem dieses Bild entstanden ist. Im Rahmen des Festivals finden sich jedes Jahr Künstler im hohen Norden ein, um die düsteren und immer länger werdenden Herbsttage mit etwas Licht zu erhellen.“ (Susanne Kaufmann)

Platz 2: „1001 Nacht auf einem Getreidesack“ (Spanien / Marokko)

Mit ihrem Bild einer Katz in Chefchaouen, Marokko, gewann Nadja Remus den 2. Platz beim Erasmus-Fotowettbewerb des Internationalen Büros.

Mit ihrem Bild einer Katz in Chefchaouen, Marokko, gewann Nadja Remus den 2. Platz beim Erasmus-Fotowettbewerb des Internationalen Büros.

„Stell dir vor, du läufst durch die Gassen einer Stadt. Es geht hoch, es geht runter. Mal ist es enger, mal passen mehrere Leute aneinander vorbei. An ihren kleinen Geschäften stehen die Händler und bitten dich in ihre Läden zu treten, um ihre Waren zu bewundern und zu kaufen. Die Kinder jagen sich und nutzen die vielen Häuserecken als Verstecke. Aus einem Café zieht der Duft heißer, marokkanischer Minze. Das Besondere an diesen Gassen, sie sind blau. Sind nicht nur die Häuser blau, sondern auch der Weg, so führt er in eine Sackgasse. Obwohl die Sonne brennt, wuseln die Menschen durch die Medina. Nur eine kleine Katze hat es sich auf einem Getreidesack gemütlich gemacht und genießt ihre Mittagsruhe, bis sie in der Dämmerung auf erneute Mäusejagd geht.“ (Nadja Remus)

 

Platz 3: Allein in Sibiu (Rumänien)

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Die kleinen Gassen haben es Tina Fuhrmann während ihres Aufenthalts in Rumänien besonders angetan.

„Kleine Gässchen, bunte Häuschen, ein bisschen verschlafen… Kennt man das nicht irgendwoher? Die kleinen Gassen in Sibiu (Hermannstadt) erinnern an deutsche historische Städtchen, von denen die gut erhaltenen mittlerweile vielerorts unter Denkmalschutz stehen. In Hermannstadt entspricht der Schein noch der Lebenswirklichkeit, denn Gelder für Renovierungen oder Restaurationen sind knapp. Das in Siebenbürgen gelegene Städtchen war bis ins vorige Jahrhundert fast ausschließlich von Deutschen bewohnt, deren Einfluss man noch heute im Stadtbild sieht.“ (Tina Fuhrmann)

Interviews: Anja Nicke, Tom Leonhardt

Alle Gewinnerbilder sind zurzeit in der Caféteria im Juridicum zu sehen.Autumn Lights Festival (Foto: Susanne Kaufmann)

 

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