"Es ging nicht um konkrete Zahlen oder Strukturmaßnahmen"

In Magdeburg haben sich am Dienstag, 12. November, vier Rektoren mit Ministerpräsident Reiner Haseloff und Wissenschaftsminister Hartmut Möllring getroffen. Auch Rektor Prof. Dr. Udo Sträter war dabei. Im Interview äußert er sich zum Gespräch in der Staatskanzlei und zu den aktuellen Entwicklungen.

Rektor Udo Sträter (Foto: Maike Glöckner)

Rektor Udo Sträter (Foto: Maike Glöckner) 

Im Senat wurde gestern lebhaft zu den aktuellen Entwicklungen in der Hochschulpolitik diskutiert. Bei ihrem Treffen in Magdeburg haben die Rektoren einen Vorschlag gemacht. Was können Sie darüber berichten?
Sträter: Im Moment nicht viel. Wir haben in dem Gespräch in der Magdeburger Staatskanzlei vereinbart, die besprochenen Inhalte zunächst vertraulich zu behandeln, denn eine öffentliche Debatte darüber könnte zum jetzigen Zeitpunkt mögliche Alternativen gefährden. Aber so viel kann ich sagen, und das habe ich auch gestern im Senat berichtet: Es ging nicht um konkrete Zahlen oder Strukturmaßnahmen. Der Vorschlag der Rektoren bezieht sich eher darauf, wie an das Thema Kürzungen herangegangen werden soll. Das Gespräch empfanden alle Beteiligten als konstruktiv.

Wie soll es jetzt in den Verhandlungen weiter gehen?
Sträter: In der kommenden Woche wird sich die Landesregierung zu den Vorschlägen der Rektoren äußern. Diese Reaktion wollen wir erst einmal abwarten. Dann werden weitere Gespräche folgen.

Stehen die 50 Millionen Euro, die ursprünglich im Hochschulbereich eingespart werden sollten, immer noch zur Debatte?
Sträter: Die 50 Millionen Euro stehen im Kabinettsbeschluss vom März 2013. Dieser ist nie aufgehoben worden. Zugleich hat der Landtag aber im Oktober beschlossen, dass die Zahl der Studienplätze nicht abgesenkt werden soll. Zudem hat Ministerpräsident Haseloff bereits öffentlich zugesagt, dass kein Hochschulstandort geschlossen werden soll. Daraus ergibt sich ein politisches Dilemma, dessen sich die Landesregierung sehr wohl bewusst ist.

Interview: Corinna Bertz

Zum Senatsbericht vom 14. November

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar wird schnellstmöglich durch unser Team freigeschaltet.

Kommentar