Werkstattleiter Lothar Büttner mit einem der von Schülern konstruierten Rennwagen. (Fotos: Corinna Bertz)

Gemeinsam zum schnellsten Rennwagen?

Er ist 20 Zentimeter groß, windschnittig und rasend schnell: Der einzige Formel1-Wagen aus Sachsen-Anhalt, der im März bei „Formel1 in der Schule“ in Erlangen an den Start gehen wird. An dem perfekten Rennwagen wurde in Schulpforte und Halle gemeinsam getüftelt: Schüler der Landesschule Pforta entwarfen mit einem 3D-CAD- Konstruktionsprogramm die einzelnen Bauteile. In Hermsdorf wurde das Fahrgestell aus Balsaholz gefräst, in Zeitz die Spoiler mithilfe eines 3D-Printverfahrens gefertigt und danach zur Endmontage in die Feinmechanische Werkstatt am Institut für Physik geschickt.

In Heide Süd hat Mechanikermeister Lothar Büttner mit einem Kollegen – ehemals Schüler in Schulpforte – die Teile zusammengefügt. Büttner bot dem Prime-Gymnasium der MLU außerdem an, auch die Rad-Achsen-Konstruktion für das Gefährt anzufertigen. „Wir brauchten wettkampftaugliche Achsen und Räder“, sagt Schulrektor Thomas Schödel.

Nur 60 Gramm wiegt das Gefährt.

Nur 60 Gramm wiegt das Gefährt, die Räder wurden in der Uni-Werkstatt gedreht.

Viele Faktoren spielen für den Erfolg des Wagens eine Rolle: Aerodynamik, Gewicht, Räder – alles muss perfekt aufeinander abgestimmt sein. Erst vor ein paar Tagen kamen die Holzteile bei Lothar Büttner an. Bis 6. März soll das 60-Gramm-leichte Auto fertig sein. „Wenn es darum geht, die Schüler für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, sind wir sehr aufgeschlossen“, erzählt Werkstattleiter Büttner. Die Rennwagen-Konstrukteure aus Schulpforte werden ihm demnächst einen Besuch abstatten, um genauer zu erfahren, wie aus den selbst entworfenen Komponenten ein Formel1-Wagen entsteht.

Vor einer Woche war Thomas Schödel bei Rektor Udo Sträter zu Gast, um über weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen dem Prime-Gymnasium und der Hochschule insbesondere im Bereich der Naturwissenschaften zu sprechen. „Ein Schwerpunkt unserer Schule ist die Begabtenförderung. Dabei ist unser Ziel, die Schüler schon früh mit den Hochschulstrukturen vertraut zu machen und ihnen die Möglichkeit zu geben, forschend tätig zu werden“, sagt Schulrektor Schödel.

Beim Wettbewerb in Bayern muss nicht nur das Auto eine gute Vorstellung liefern – die Schüler müssen ihren Entwurf auch präsentieren und zudem eine Rennbox gestalten. Vom Regionalausscheid ist es bis zur Weltmeisterschaft noch ein weiter Weg. Am 14. März, wenn die Schüler bei den „Regionalmeisterschaften Süd-Ost“ in Erlangen antreten, wird Lothar Büttner in Halle die Daumen drücken. Corinna Bertz

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