13 internationale Forschungsprojekte konnte Prof. Dr. Bernd Fischer (links) bereits ans Universitätsklinikum Halle holen. Ministerpräsident Haseloff (rechts) informierte sich u.a. über die zurzeit laufenden Projekte "EpiHealth" und "EpiHealtNet". (Foto: Michael Deutsch)

Ministerpräsident informiert sich über hallesche Forschung aus EU-Mitteln

Auf seiner „Innovationstour“ durch Sachsens-Anhalt sah sich Ministerpräsident Reiner Haseloff gestern, 24. April 2014, am Weinberg-Campus und im Internationalen Begegnungszentrum „Georg Forster Haus“ um. Die Hochschulpolitik des Landes sollte an diesem Tag nicht das Thema sein. Im Fokus standen vielmehr die EU-Forschungsförderung und die internationalen Beziehungen der Universität Halle. EU-Mittel in Höhe von 12,8 Millionen Euro sind in den vergangenen sechs Jahren an Forschungsprojekte der Universität Halle gegangen, allein drei Millionen Euro davon im Jahr 2013. In diesem Jahr startet das neue EU-Förderprogramm HORIZON 2020 als weltweit größtes Förderprogramm für Forschung und Innovation. Was wird mit den EU-Mitteln erforscht? Welche Prozesse werden dank dieser Gelder angestoßen? Mit diesen Fragen kam Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, am Nachmittag des 24. April an den Weinberg-Campus.

Reiner Haselloff und Landtagsabgeordnete Katja Pähle im Austausch mit den Wissenschaftlern (Foto: Michael Deutsch)

Reiner Haseloff und die Landtagsabgeordnete Katja Pähle im Austausch mit den Wissenschaftlern (Foto: M. Deutsch)

Gemeinsam mit Rektor Udo Sträter, dem Geschäftsleiter des Technologie- und Gründerzentrums Ulf-Marten Schmieder und der Landtagsabgeordneten Katja Pähle (SPD) traf er Wissenschaftler aus Medizin, Physik und Medizinsoziologie, die ihre von der EU-geförderten Projekte näher vorstellten. Die Forschungsthemen, die sich hinter Kürzeln wie ECOMAGICS, SILNE, IFOX, HINT, EpiHealth und EpiHealthNet verbergen, reichen von komplexen Oxiden über Spintronik und Stoffwechselerkrankungen von Schwangeren bis zum Rauchverhalten von Jugendlichen. Mit so renommierten Projekten könne die Universität Halle selbstbewusst auftreten, meinte Haseloff. Und hakte nach: Was könnte bei der Antragstellung verbessert werden? Werden die Kontakte in die Brüsseler Landesbüros genutzt? Wesentlich für den Erfolg, so Anatomie-Professor Bernd Fischer, seien die EU-Büros des EU-Hochschulnetzwerks Sachsen-Anhalt. Sie beraten und unterstützen die Forscher bei der Antragsstellung. Ebenso wichtig: Die vielen internationalen Kontakte, die sich die Wissenschaftler über Jahre hinweg aufgebaut haben.

Aus 38.000 Mosaiksteine besteht das Wandmosaik im Foyer des

Aus 38.000 Mosaiksteine besteht das Wandmosaik im Foyer des „Georg Forster Haus“ (Foto: Markus Scholz)

Der internationale Austausch erschöpft sich nicht allein in Kooperationen innerhalb Europas. Davon konnte sich Reiner Haseloff im Anschluss im Internationalen Begegnungszentrum „Georg Forster Haus“ überzeugen. Wissenschaftler und ihre Familien aus Japan, Äthiopien und Brasilien sind in dem Gästehaus der Universität und der Leopoldina schon beherbergt worden. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten und Vertretern der Leopoldina, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule weihten die Bewohner und die Künstler der Burg das meterlange Wandmosaik an diesem Nachmittag feierlich ein. Corinna Bertz

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