Jetzt steht es fest: Die Amtskette bleibt in den Händen von Udo Sträter. (Foto: konzeptundform)
Jetzt steht es fest: Die Amtskette bleibt in den Händen von Udo Sträter. (Foto: konzeptundform)

Der Alte ist der Neue: Udo Sträter bleibt Rektor der Uni Halle

Um 17:26 Uhr am ersten Mittwoch im Juli 2014 stand es dann fest: Udo Sträter, Professor für Kirchengeschichte, bleibt Rektor der Martin-Luther-Universität. Der erweiterte Senat der Hochschule wählte den 62-Jährigen im ersten Wahlgang für eine weitere Amtszeit.

„Ich bedanke mich für das ausgesprochene Vertrauen“, sagte der Wahlsieger in einer ersten Reaktion. Auch in seiner zweiten Amtszeit wird sich der Theologe den Themen der aktuellen Hochschulpolitik widmen. „Die nächsten vier Jahre werden nicht einfacher. Aber es ist gut, dass in dieser Zeit Kontinuität gewahrt wird. Meine Wiederwahl stärkt die Position des Rektorats gegenüber der Landesregierung“, sagte er im anschließenden Pressegespräch.

Rektor Udo Sträter nach seiner Wiederwahl auf dem Weg zum Pressegespräch. (Foto: Maike Glöckner)

Rektor Udo Sträter nach seiner Wiederwahl auf dem Weg zum Pressegespräch. (Foto: Maike Glöckner)

In einer rund zweistündige Vorstellungs- und Diskussionsrunde präsentierten sich die Rektor-Kandidaten Gesine Foljanty-Jost und Udo Sträter dem erweiterten Senat. Auch hier machte Udo Sträter seine Position deutlich: „Mit dem Wind zu segeln ist keine Größe. Eine Leistung ist es, gegen den Wind zu segeln.“ Der erweiterte Senat wählte Udo Sträter mit 23 von 44 abgegeben Stimmen erneut ins Amt. Seine Gegenkandidatin, die Japanologin Gesine Foljanty-Jost, erhielt 19 Stimmen. Zwei Stimmen waren ungültig.

Udo Sträter ist seit 22 Jahren Professor für Kirchengeschichte an der Martin-Luther-Universität. Seit vier Jahren ist er Rektor der Universität und seitdem auch stellvertretender Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz. Bei der Wahl 2010 hatte er sich auch im ersten Wahlgang durchgesetzt. Von 1994 bis 1996 war Sträter Dekan der Theologischen Fakultät und von 1996 bis 1998 Prorektor für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs. Er war zudem von 1998 bis 2000 Vorsitzender des Konzils der Universität, einem dem damals dem Senat übergeordneten Gremium, das 2004 mit dem neuen Hochschulgesetz des Landes abgeschafft wurde.

Zu Udo Sträters Forschungsschwerpunkten zählen die Kirchen-, Theologie- und Frömmigkeitsgeschichte der Frühen Neuzeit, des Pietismus und der Aufklärung, die Universitätsgeschichte sowie Kirchliche Zeitgeschichte. Von 1994 bis 2010 leitete Sträter das Interdisziplinäre Zentrum für Pietismusforschung.

Die Amtszeit des neuen Rektorats beginnt am 1. September 2014 und dauert bis zum 30. August 2018. Die Wahl der Prorektoren findet am 16. Juli 2014 statt. Der Senat entscheidet dann über entsprechende Vorschläge des neu gewählten Rektors. (Sarah Huke)

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