Das Cafe Jacobus in Santiago zeichnet sich durch seine ganz besondere Innenarchitektur aus: Alles ist aus Holz und der Tresen sowie der Deckenteil darüber haben die Form einer Mühle. Bild: Ramona Thomalla
Das Cafe Jacobus in Santiago zeichnet sich durch seine ganz besondere Innenarchitektur aus: Alles ist aus Holz und der Tresen sowie der Deckenteil darüber haben die Form einer Mühle. Bild: Ramona Thomalla

Mit Erasmus in Santiago – was Bilder erzählen

Die Welt erkunden bei einem Auslandssemester! Zahlreiche Studenten der halleschen Universität suchen über Erasmus den Weg in die Ferne. Auch Ramona Thomalla, seit Juli 2014 erfolgreiche Absolventin eines Jurastudiums an der MLU, verbrachte kurz vor Abschluss ihres Studiums einige Monate im Ausland: in Spanien an der Universidad de Santiago de Compostela. Anders als die anderen Studenten hat sie ihre Eindrücke nicht mit Fotos sondern vor allem auf selbst gemalten Bildern festgehalten. 40 davon stellt sie noch bis Ende August in der Cafeteria des Juridicums am Universitätsplatz aus.

Ramona Thomalla 2009 als Studienbotschafterin bei der Pressekonferenz zur Marketing-Kampagne „Ich will wissen!“ Foto: Maike Glöckner

Ramona Thomalla 2009 als Studienbotschafterin bei der Pressekonferenz zur Marketing-Kampagne „Ich will wissen!“ Foto: Maike Glöckner

„Meine Bilder erzählen Geschichten“, sagt Ramona Thomalla. „Ich habe zu jedem etwas in Santiago erlebt.“ Während der Zeit von Ende September 2013 bis Mitte Juni 2014 hat sie dort rund 60 Bilder gemalt: Cafés, Menschen, die Uni und Eindrücke von Reisen. „Ich hatte mir Spanien ausgesucht, weil ich so neugierig auf das Land war, nachdem ich schon vor längerer Zeit als Au-pair-Mädchen dort erste Eindrücke sammeln konnte und in Deutschland einen Sommerkurs zur Einführung in das spanische Recht belegt hatte“, so Thomalla, die sich bis zu ihrem Erasmusaufenthalt vier Jahre lang als Studienbotschafterin der halleschen Universität engagiert hat.

„Ich male schon seit meiner Grundschulzeit“, erklärt die Juristin. „In Spanien entstanden aber mehr Bilder als sonst, weil mich die dortige Kultur, die Menschen und das multikulturelle Leben fasziniert haben.“ Zum Malen verwendet sie – sobald sich ein reizvolles Motiv anbietet – ein beliebiges Schreibgerät, das sie gerade in ihrer Tasche dabei hat. Das sei meist ein Kugelschreiber mit schwarzer, grüner oder blauer Miene. Dies wiederum macht die Bilder unverwechselbar und stellt zugleich eine Besonderheit dar.

Die meisten Motive gibt es in einer einfarbigen und einer mehrfarbigen Version. Damit die erste Fassung mit der Aussagekraft sparsamer Farbgebung erhalten bleibt, kopiert Ramona Thomalla das Bild und coloriert es anschließend mit Acrylfarben oder Aquarell-Stiften. Zu sehen ist dann mal eben der Arbeitssaal in der Uni „Aula de estudio“, der Blick in ein uriges Café, eine lachende Spanierin oder sogar ihr eigener Teller mit einem Blätterteighörnchen.

Das Bild heißt „reir“ = Lachen. Das ist, was die Spanier gerne und oft machen. Bild: Ramona Thomalla

Das Bild heißt „reir“ = Lachen. Das ist, was die Spanier gerne und oft machen. Bild: Ramona Thomalla

Spanisches Strafrecht und eine Ausstellung in Santiago

„Die Bilder dokumentieren meinen Erasmusaufenthalt in Spanien, der mir auch sehr viel für mein Studium gebracht hat. Nicht nur mein spanisches Studienvokabular habe ich dort gefestigt sondern auch ein bisschen galicisch gelernt. Interessiert haben mich vor allem das spanische Strafrecht und die dortigen Gesetze im Vergleich mit dem deutschen Recht“, sagt Thomalla. Nicht zuletzt lebte sie in Santiago in einer internationalen WG mit zwei Italienerinnen, einer Mexikanerin und einer Engländerin zusammen und pflegt weiterhin den Kontakt zu ihnen.

„Fensterträume” - entstanden ist das Bild in dem Cafe eines Studentenwohnheims in Santiago. Bild: Ramona Thomalla

„Fensterträume” – entstanden ist das Bild in dem Cafe eines Studentenwohnheims in Santiago. Bild: Ramona Thomalla

Alle in Spanien entstandenen Bilder waren im Mai 2014 in der öffentlichen Bibliothek in Santiago „Anxel Casal“ ausgestellt und stießen dort auf großes Interesse. Der Titel der Ausstellung lautete: „Mis islas en el extranjero“ = Meine Inseln in der Fremde.

Ute Olbertz

Wer neugierig auf mehr Bilder von Ramona Thomalla geworden ist, kann sie im Juridicumscafe oder auf folgenden Seiten betrachten:

http://just-ramona.de/?page_id=819
http://just-ramona.de/?page_id=888
http://just-ramona.de/?page_id=898
http://just-ramona.de/?page_id=910
http://just-ramona.de/?page_id=918
http://just-ramona.de/?page_id=927

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