Das Organisationsteam des Bundeskongresses 2014. (Foto: privat)

Medizinstudierende laden zum Bundeskongress in Halle

Morgen, 5. Dezember, beginnt der Bundeskongress deutscher Medizinstudenten: 350 Gäste aus Deutschland und der Welt strömen in die Händelstadt, um gemeinsam einen Blick über den Studiums-Tellerrand zu werfen. Dieses Jahr auf der Agenda: Interdisziplinäres Arbeiten. Denn auch in deutschen Krankenhäusern herrscht zuweilen der fachspezifische Tunnelblick. Ganz anders im halleschen Organisationsteam. Julius Heinrichs sprach mit Pressesprecherin Nadine Schäfer über die zwölfmonatige Planungsphase und das bevorstehende Wochenende.

„Jetzt freuen wir uns nur noch, dass es endlich losgeht.“ Da schwingt Aufregung in Nadine Schäfers Stimme – und jede Menge Erleichterung. „Es ist Wahnsinn, wie viel Zeit da rein gegangen ist“, sagt sie. Worüber sie spricht, ist der Bundeskongress der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), den Schäfer und 14 weitere Studenten in ehrenamtlichem Engagement selbstständig auf die Beine stellten. Genau ein Jahr lang verbrachten sie mit Planung, Sponsorenwerbung, Catering, Programmgestaltung und und und. Klar, dass das Zeit und Nerven kostet. Klar, dass Schäfer sagt, man sei „unglaublich stolz.“

Stolz auf ein dreitägiges Kongress-Programm gespickt mit Workshops, Vorträgen und Diskussionen, angereichert um ein umfassendes Rahmenprogramm aus Theater, Stadtführung, Party und Ausstellungsführung. Unter dem Motto „(H)alle vereint“ wird währenddessen Interdisziplinarität immer wieder im Fokus stehen. „Dabei richten wir den Blick in diesem Jahr vor allem auf Berufe, mit denen Mediziner zwar immer wieder zu tun haben, von deren Arbeit wir jedoch nicht sehr viel wissen.“ Ein Blick über den Tellerrand also – hin zu Sprachpädagogen, Physio- und Musiktherapeuten. Gleichzeitig beinhaltet die Interdisziplinär-Thematik jedoch noch einen weiteren Aspekt. So sei die viel beschimpfte Ellenbogengesellschaft oft auch in sterilen Krankenhausräumen zu finden: Wenn sich der Kardiologe mit dem Herzchirurgen über den Herzkranken zofft oder wenn Aufstieg in der Hierarchie wichtiger ist als das Wohl des Patienten.

Wie Teamarbeit indes funktionieren kann, darüber werden am Samstagabend Vertreter aus Medizin, Politik und Krankenhausverwaltung öffentlich diskutieren. Für diejenigen, die lieber in spezifische Thematiken eintauchen, finden am Samstag 30-minütige Impulsvorträge statt. Von Steinzeittoten über das deutsche Patentrecht bis hin zur medizinischen Behandlung von Asylsuchenden: Wer sucht, wird sein Thema finden. Julius Heinrichs

Öffentlichen Veranstaltungen am 6. Dezember

  • Podiumsdiskussion „Interdisziplinäre Teamarbeit“ um 17.15 Uhr im Audimax
  • Impulsvorträge zu verschiedenen Themen um 20.30 Uhr im Melanchthonianum


Weitere Informationen an Aushängen vor Ort und online. Der Eintritt ist frei.

Link zum Programmheft (pdf)

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