Japanologiestudentinnen aus Halle im traditionellen Yukata. (Foto: Sarah Huke)

Studientag zur Ausstellung: Japan einmal ganz nah

Das Land der aufgehenden Sonne liegt weit weg von uns. Mit dem Studientag Japan und der Ausstellung Logical Emotion an der Moritzburg wird sich das vorübergehend ändern. Denn hier bietet sich die Gelegenheit Japan hautnah kennenzulernen. Was macht Japan aus? Welche Normen und Werte dominieren das Land? Und wie ist es um die deutsch-japanischen Beziehungen bestellt? Viele dieser Fragen werden zum Studientag am 26. Juni am Friedemann-Bach-Platz 6, gegenüber der Moritzburg, beantwortet.

Einen ganzen Tag lang nur über Japan sprechen – das wollen die Veranstalter des Studientags Japan. Die Besucher bekommen dabei die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen zu informieren und mehr über die soziopolitischen Hintergründe Japans zu erfahren. „Ziel des Studientages ist es, die Kooperation von Kunst und Wissenschaft in den Vordergrund zu stellen“, sagt Anja Sips, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der MLU. Der Studientag ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Stiftung Moritzburg und dem Institut für Politikwissenschaft und Japanologie.

Kunst made in Japan: Die Ausstellung Logical Emotion

Wer sich für zeitgenössische Kunst aus Japan interessiert, für den ist der Besuch der Ausstellung „Logical Emotion“ Pflicht. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Deutsch-Japanischen Gesellschaft werden bis zum 26. Juli 2015 im Rahmen des Jubiläums die Werke verschiedener Künstler aus Japan gezeigt. Der Einblick in die Gegenwartskunst des Landes ist vielseitig: Die Ausstellung umfasst Keramiken, Skulpturen, (Video-)Installationen, Fotoarbeiten, Malerei und Manga-Zeichnungen. Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit der Japan Foundation und steht unter der Schirmherrschaft der japanischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland.

Liebesbrief an ein Land im Filmformat

Ein Highlight des Studientags: Der Film „Negativ: Nothing. Schritt für Schritt für Japan“. Die Auswirkungen von Fukushima beeinflussen das Land und seine Menschen bis heute. Wie aber kann den Menschen nach diesem tragischen Ereignis neue Hoffnung gegeben werden? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm von Jan und Stephan Knüsel nach. Der Film dokumentiert den Fußmarsch des Schweizers Thomas Köhler, der nach dem Tsunami vom 11. März 2011 und der Atomreaktor-Katastrophe von Fukushima aus Solidarität 2.900 Kilometer durch Japan lief. „Der Film bildet im Rahmen des Studientags zu Japan den Abschluss der Veranstaltung, soll aber gleichzeitig auch als Ausgangspunkt für Diskussionen zu einem der wohl größten Gegenwartsprobleme in Japan dienen“, sagt Anja Sips.

 

 

Der Studientag Japan findet am 26. Juni 2015 von 10 bis 18 Uhr im Großen Hörsaal der Physik im ehemaligen Physikalischen Institut am Friedemann-Bach-Platz 6 statt. Leef Hansen

Weitere Informationen in der Veranstaltungsübersicht.

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar wird schnellstmöglich durch unser Team freigeschaltet.

Kommentar