Studierende „on air“: Das Campus-Radio Unimono

„Gibt es Themenvorschläge für die nächste Sendung?“, fragt Tom Leonhardt und eröffnet damit die wöchentliche Redaktionssitzung von Unimono, der Radiosendung der Martin-Luther-Universität. Jeden ersten und dritten Montag im Monat gibt es ab 19 Uhr eine 50-minütige Ausgabe auf Radio Corax, dem freien Radiosender in Halle.

Seit Februar 2004 existiert das studentische Magazin bereits. Anfangs noch als Seminar am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften angelegt, hat sich die Redaktion 2008 allen Studierenden der MLU geöffnet. „Seither geht es auch nicht mehr nur um das Thema Medien“, erklärt Leonhardt. Der Bezug zu Universität und Studium ist zwar weiterhin sehr stark, aber die Inhalte richten sich auch nach den Interessen der einzelnen Redakteure. „Es gibt kein Oberthema. Meist sind die einzelnen Beiträge eine Mischung aus Hochschulpolitik, Kultur und aktuellen Ereignissen“, sagt der Bachelorstudent.

Derzeit arbeiten knapp 15 Studierende verschiedenster Fachbereiche mit. Viele von ihnen sind schon länger dabei. Zudem bietet Unimono zusammen mit Radio Corax seit dem Wintersemester 2010/11 das Studienmodul „Journalistische Kompetenz (Hörfunk)“ an. Ein Semester arbeiten die Neulinge an eigenen Beiträgen und lernen grundlegende Moderations- und Radiotechniken, Schnittprogramme zu bedienen, fürs Hören zu schreiben und Interviews zu führen. Dabei teilen sich die Redakteure die Arbeit. Die eine Hälfte der Teilnehmer lernt bei der Unimono-Redaktion, die andere in der tagesaktuellen Redaktion von Corax. Neben einem Einstiegsworkshop bei Corax bieten die Studierenden von Unimono Workshops an, um das Erlernte zu vertiefen. „Gleichzeitig versuchen wir, sie relativ schnell ins kalte Wasser zu schmeißen“, sagt Leonhardt. So werden sie gleich am Anfang aufgefordert, die Infos, die in jeder Sendung untergebracht werden, zu lesen und sind somit bereits nach zwei Wochen das erste Mal im Radio zu hören. Aber auch bei den ersten Beiträgen werden die Neulinge nicht sich selbst überlassen. „Meist schicken wir alte und neue Leute gemischt los.“

Egal ob von den alten Hasen oder einem Neuling erarbeitet – am Ende werden alle geplanten Beiträge einer Sendung geschnitten und gehen gesammelt an den zuständigen Moderator. „Dieser hört sich alles noch einmal an und entscheidet selbst, ob er die Vorschläge für An- und Abmoderation übernimmt oder nicht“, so Leonhardt. Dies liege vor allem am gewählten Ablauf und der Musikauswahl des Moderators. Und das Einzige, was die Hörer dann noch zu tun haben ist: Rechtzeitig Radio Corax einschalten, zuhören und genießen.

Text: Silvio Kison

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