DeLUXe-Orchester: „Es leuchten die Sterne“

Im Team des IT-Servicezentrums (ITZ) managt Sebastian Lux den Ausbau und den sicheren Betrieb des hochkomplexen kabellosen Datennetzes der Universität. Komplex geht es auch in seiner Freizeit zu: Mit Noten der Goldenen Zwanziger bringt er die Menschen zum Tanzen. 

Die Schuhe sind geputzt, die Fliege sitzt und das Einstecktuch passt farblich zum Hemd. Wenn sich Sebastian Lux für seine Auftritte mit dem DeLUXe-Orchester schick macht, dann so richtig. Denn die zwölf Musiker lassen nicht nur mit Witz und Charme die Melodien der Goldenen Zwanziger aufleben, auch ihre Auftritte entsprechen dem eines Tanzorchesters Anfang des 20. Jahrhunderts. Ohrwürmer wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Veronika, der Lenz ist da“ bestimmen dabei ihr Repertoire  genauso wie das unbekanntere „Limelight“ von Charlie Chaplin.

Sebastian Lux vom DeLUXe-Orchester auf dem Steintor-Campus (Foto: Franziska Friedling)

Sebastian Lux vom DeLUXe-Orchester auf dem Steintor-Campus (Foto: Franziska Friedling)

Wie viele Kinder lernte Sebastian Lux mit sieben Jahren Blockflöte spielen. Die Freude an der Musik war aber so groß, dass er an der Burgmusikschule in Querfurt schon zwei Jahre später zur Klarinette wechselte. Saxophon und Tuba kamen später dazu. „Ab und an schnappe ich mir auch eine Ukulele und spiele darauf, aber im Orchester spiele ich hauptsächlich Saxophon“, so der 34-Jährige. 2012 kam dem Max-Raabe-Fan dann die Idee ein eigenes Tanzorchester mit anderen Musikern seiner alten Musikschule zu gründen. „Es waren alle sofort Feuer und Flamme, auch wenn keiner so richtig wusste, was auf ihn zukommt“, erzählt Lux.

„Aber uns war gleich klar, dass wir auf ein Ziel hinarbeiten wollten – auf ein Konzert.“ Mit viel Engagement und Hingabe studierten die zwölf jungen Musiker unter der Leitung von Sebastian Lux ab diesem Zeitpunkt jeden Titel bis ins letzte Detail ein. Von Schlager über Filmklassiker bis hin zu Operettenmelodien und Eigenkompositionen. Aber einen Namen hatten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. „Der Vorschlag kam nicht von mir“, so Lux. „Unser Trompeter Josef warf den Namen DeLUXe-Orchester in den Raum und die anderen waren damit einverstanden.“

Live-Aufnahme vom ersten öffentlichen Konzert in Querfurt 2013

Mit dem Programm „Kein Schwein ruft mich an“ konnte das DeLUXe-Orchester im September 2013 in Querfurt seinen ersten öffentlichen Auftritt feiern. Konzerte in den Franckeschen Stiftungen Halle, der Marienkirche in Dessau und im Theater in Eisleben folgten. Gemeinsam mit dem „Tanz mit mir e.V.“ organisierten Lux und seine Ensemble-Kollegen einen Tanzabend im Maritim Hotel Halle. „Alle kamen in der typischen Kleidung der Goldenen Zwanziger, der Verein stellte Tänze wie den Charleston vor und wir machten die Musik“, so Lux.

Die größte Herausforderung sei aber, die Originalarrangements der Stücke zu finden. Viele Noten sind wahre Kostbarkeiten, weil sie nicht mehr verlegt werden. „Auch neue Stücke zu finden ist nicht immer einfach“, so der Ingenieur für Medien- und Kommunikationstechnologie aus dem IT-Servicezentrum. Das wissen auch seine Kollegen vom ITZ. Als sein Büronachbar Uwe Drechsel die Aufnahme einer alten Schelllackplatte mitbrachte, war Lux gespannt. „Das Stück hieß: Es leuchten die Sterne. Ein schönes Stück, das auch der Titel des neuen Programms ist, mit dem wir ab Ende Oktober unterwegs sind.“

Mit dem alten Programm „Mein kleiner grüner Kaktus“ tourten die Musiker im Sommer an der Ostsee. Von Zingst und Graal-Müritz ging es weiter nach Putbus und Stralsund. „Die Auftritte haben richtig viel Spaß gemacht und die Zuhörer waren begeistert. Ich freu mich schon auf die nächsten Konzerte in Querfurt und Dessau.“ Sarah Huke

Am 30. Oktober startet das DeLUXe-Orchester seine Herbsttour in Querfurt.

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