Besuchern der Museumsnacht bietet der Aussichturm am Von-Senckendorff-Platz (rechts im Bild) einen besonderen Blick über Halle und den Weinberg-Campus. (Foto: Maike Glöckner)
Besuchern der Museumsnacht bietet der Aussichturm am Von-Senckendorff-Platz (rechts im Bild) einen besonderen Blick über Halle und den Weinberg-Campus. (Foto: Maike Glöckner)

Wissen, Weitblick, Buntpapier: Angebote der Universität zur Museumsnacht

Goethes liebste Marmorbüste, ein Riesenvogel zu Gast in Leipzig sowie selbst hergestelltes Buntpapier: Fünf Einrichtungen der Universität Halle beteiligen sich am 23. April mit Führungen, Ausstellungen und Bastelaktionen an der Musemsnacht in Halle und Leipzig. Von 18 bis 24 Uhr öffnen 80 Museen und Sammlungen ihre Türen. Die achte gemeinsame Museumsnacht steht unter dem Motto „Zauber“.

Besonders vielfältig gestaltet sich das Angebot zur Museumsnacht am 23. April rund um den Uniplatz. Im Archäologische Museum im Robertinum am Universitätsplatz 12 steht Klytia, die Geliebte Apollons in der griechichen Myhtologie, an diesem Abend im Fokus. Die Büste der jungen Frau wurde von Goethe hoch geschätzt, in der Forschung ist jedoch umstritten, ob es sich tatsächlich um ein antikes Werk handelt. Die Studioausstellung „Goethes allerliebste Klytia“ spürt der Geschichte um die Büste nach.

Kinder ab drei Jahren sind im Löwengebäude nebenan zu einer Bastelaktion eingeladen: Von 18 bis 20 Uhr können sie nach alten handwerklichen Techniken Buntpapier selbst herstellen. Um 19 und um 21 Uhr führt Dr. Michael Ruprecht von der Zentralen Kustodie durch den imposanten klassizistischen Bau. Die Schatzkammer, die Aula, der Historische Sessionssaal und der Historische Hörsaal können an diesem Abend besichtigt werden. Daneben gibt es eine Ausstellung zur 500-jährigen Universitätsgeschichte zu sehen.

Besucher der Museumsnacht können sich durch das Innere des Löwengebäude führen lassen. (Foto: Maike Glöckner)

Besucher der Museumsnacht können sich durch das Innere des Löwengebäude führen lassen. (Foto: Maike Glöckner)

Auch der Weg zum Weinberg-Campus lohnt: Speziell zur Museumsnacht wird ab 18 Uhr der Turm des Hauses am Von-Seckendorff-Platz 4 für Gäste geöffnet. Von dort lässt sich der ganze Campus überblicken. Interessierte Besucher können zudem den Geologischen Garten der Universität zwischen dem Von-Seckendorff-Platz 3 und 4 besichtigen.

Der Botanische Garten am Kirchtor 3 öffnet von 18 bis 21 Uhr seine Türen. Um 19 und um 20 Uhr führen Uni-Mitarbeiter durch den Garten. Treffpunkt ist die Sternwarte auf dem Gelände.

In diesem Jahr ist die Universität zudem in Leipzig vertreten. Im Naturkundemuseum Leipzig in der Lortzingstraße 3 wird die Sonderausstellung „Aus der Morgendämmerung – Pferdejagende Krokodile und Riesevögel“ des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS) zur Museumsnacht geöffnet sein.

Die Ausstellung zeigt einige der Bewohner des Geiseltals vor 45 Millionen in Lebensgröße. (Foto: Markus Scholz)

Die Geiseltal-Ausstellung zeigt einige der Bewohner des Tals vor 45 Millionen in Lebensgröße. (Foto: Markus Scholz)

In Halle war sie bereits 2015 in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zu sehen. Stündlich führen Mitarbeiter des ZNS durch die Schau. Die Geiseltalausstellung wird vom 20. April bis zum 14. August 2016 in Leipzig gezeigt. Corinna Bertz

Weitere Informationen

Karten können am Abend des 23. April in allen teilnehmenden Museen sowie auch im Vorverkauf für 10, ermäßigt 8 oder 5 Euro erworben werden. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren ist der Eintritt frei. Die Eintrittskarten gelten zudem als Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr in und zwischen beiden Städten.

Mehr Informationen auf der Webseite der Museumsnacht

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