Modernes Arbeitsrecht – national und global

Von Leiharbeit über Mindestlohn bis hin zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz und der Tarifeinheit: Das Arbeitsrecht hat in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen erlebt. Mit diesem umfangreichen Themenkomplex befasst sich der Jurist Prof. Dr. Daniel Ulber. Seit 1. Februar hat er die Professur für „Bürgerliches Recht, Unternehmensrecht und Arbeitsrecht“ an der Uni Halle inne.

Daniel Ulber

Prof. Dr. Daniel Ulber (Foto: Maike Glöckner)

„Besonders reizvoll ist, dass durch die immer stärkere Internationalisierung im Arbeitsrecht ganz neue Fragestellungen entstehen“, beschreibt Ulber sein Fachgebiet. In Halle will er diesen Themen weiter nachgehen und sich zum Beispiel mit dem Arbeitsvölkerrecht befassen. Außerdem plant er ein Projekt, in dem es um die Mitbestimmungsrechte von Arbeitnehmern in Unternehmen und ihre Vereinbarkeit mit dem europäischen Recht geht.

Der 36-Jährige hat von 2001 bis 2006 an den Universitäten in Köln und Madrid Rechtswissenschaften studiert. Ebenfalls in Köln wurde er mit einer Arbeit zum Verhältnis von Tarifautonomie und grundrechtlichen Schutzpflichten promoviert. Während seiner Zeit als Rechtsreferendar absolvierte er Stationen am Oberlandesgericht Köln und auch am Bundesverfassungsgericht, wo er später für einige Monate als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Richterin Prof. Dr. Susanne Baer tätig war. 2015 folgte die Habilitation auf dem Gebiet des Zivilprozessrechts. Nach Lehrstuhlvertretungen in Köln und Düsseldorf wechselte der gebürtige Kölner bereits zum Wintersemester 2016/2017 als Vertretungsprofessor nach Halle auf seinen künftigen Lehrstuhl.

Der Jurist freut sich auch auf den Kontakt mit seinen Studierenden, denen er zum Beispiel das Arbeitsvölkerrecht näherbringen möchte. Tom Leonhardt

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