„Luthers Land“: Geowissenschaftler blicken auf die Reformation

500 Jahre nach Luthers berühmtem Thesenanschlag beschäftigen sich längst nicht nur Theologen und Historiker mit der Reformation. Auch Geowissenschaftler der Universität Halle steuern ihre Erkenntnisse bei: In der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“ verknüpfen sie die aktuelle Geographie Mitteldeutschlands mit einer historischen Perspektive. 

Cover der Publikation

Die gesamte Ausgabe der „Geographischen Rundschau“ ist Luthers Heimat im heutigen Sachsen-Anhalt gewidmet. Die beiden Geowissenschaftler der Uni Halle Prof. Dr. Manfred Frühauf und Prof. Dr. Klaus Friedrich haben das Heft inhaltlich koordiniert. Auf 58 Seiten zeigen sie, wie eng Luthers Biographie mit den räumlichen Gegebenheiten Mitteldeutschlands verknüpft ist.

Der Geoökologe Frühauf widmet sich in seinem Beitrag den zahlreichen Spuren, die Menschen in der Landschaft von Luthers Heimat hinterlassen haben und die im Bezug zu dem Eisleber Reformator stehen. Der Sozialgeograph Friedrich blickt in seinem Text indes auf die Bevölkerungsentwicklung und die wirtschaftlichen Strukturen des heutigen Sachsen-Anhalts und skizziert deren räumliche Folgen für das Kernland der Reformation.

Zwei weitere Beiträge beschäftigten sich mit der historischen Geographie und der Säkularisierung des mitteldeutschen Raums. Auch der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten Dr. Stefan Rhein und der halleschen Theologe PD Dr. Friedemann Stengel tragen mit zwei Texten zu der Ausgabe bei. Das Heft schließt mit einem Essay des Autoren und Bürgerrechtlers Friedrich Schorlemmer über Martin Luther und den Mut zur Wahrhaftigkeit. Corinna Bertz

Angaben zur Publikation: Geographische Rundschau: Luthers Land, Heft 2 / 2017, Jg. 69, 58 S., 15 Euro, ISSN: 0016-7460

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