Frank Steinheimer mit der Eier-Sammlung von Max Schönwetter (Foto: Michael Deutsch)

Eierkunde: Nur die Hülle zählt

Ob bemalt, beklebt oder gefärbt – zu Ostern kommen viele bunte Eier auf den Tisch. Dass Vogeleier aber auch in ihren natürlichen Farben und Formen beeindrucken können, beweist die Sammlung von Max Schönwetter im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS) der Uni Halle. Ein paar ganz unterschiedliche Exemplare aus aller Welt werden an dieser Stelle präsentiert.

Der Vermessungsbeamte aus Gotha hatte sich schon zu Lebzeiten (1874-1961) einen Ruf als Vogeleierkundler erarbeitet, der seinesgleichen suchte. „Wer damals etwas über ein unbestimmtes Ei wissen wollte, schickte es an Max Schönwetter“, sagt Dr. Frank Steinheimer, Leiter des ZNS. Mehr als sechzig Jahre lang widmete sich Schönwetter seiner Sammelleidenschaft.

19.206 Vogeleier von 3.839 Arten zählt die Sammlung, die er der Universität Halle vermachte. Im Jahr 2012 ist sie als eine der drei artenreichsten und bedeutendsten Vogeleiersammlungen der Welt in das „Verzeichnis national wertvolles Kulturgut“ aufgenommen worden. Bis heute dient sie der Wissenschaft.

Um den Ei-Inhalt geht es den Oologen – wie die Vogeleier-Forscher in der Wissenschaft genannt werden – übrigens nie. Allein die Optik ist entscheidend: Länge, Breite, Schalendicke, Schalengewicht, Eigewicht und weitere Auffälligkeiten listete Schönwetter bei der Erfassung eines jeden Eis präzise auf. Damit die Eier ihre Farbe nicht verlieren, werden sie bis heute stets lichtgeschützt aufbewahrt. Corinna Bertz

Eine kleine Auswahl ganz unterschiedlicher Exemplare folgt an dieser Stelle:

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