Wissen, Identität und die Folgen von PISA

Wie entwickeln Menschen ihre eigene Identität, eine berufliche oder politische Position? Wie reflektieren sie diesen Prozess und wie vertreten sie ihre Position in ihrem Handeln? Das sind einige der Fragen, denen Prof. Dr. Daniel Wrana in seiner Forschung nachgeht. Seit April ist er Professor für Systematische Erziehungswissenschaft an der Uni Halle.

Daniel Wrana

Daniel Wrana (Foto: Maike Glöckner)

Wrana beschäftigt sich außerdem mit der Hochschul- und Bildungsforschung, speziell wie Wissen politisch verhandelt wird. Seit einiger Zeit untersucht er zum Beispiel die Folgen der PISA-Studien für die Bildungssysteme in den beteiligten Ländern. „Es reizt mich, den Zusammenhängen gesellschaftlicher Entwicklungen auf die Spur zu kommen und zu sehen, wie sich Möglichkeiten der Kritik und der Debatte auftun“, so der Erziehungswissenschaftler.

Der 45-Jährige hat Erziehungswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Psychologie in Freiburg im Breisgau studiert. Danach war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Gießen tätig, an der er 2004 mit einer Arbeit über Reflexionspraktiken in Lernjournalen promoviert wurde. 2008 wechselte Wrana an die Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz und leitete dort bis zu seiner Berufung an die Uni Halle die Professur für Selbstgesteuertes Lernen.

Die Forschungsstärke und fachliche Vielfalt der halleschen Erziehungswissenschaften findet der Neu-Hallenser beeindruckend. Er lobt außerdem „die vorbildlich konstruierten Studiengänge, die für eine interessante Zusammenarbeit mit den Studierenden im Seminar sorgen.“ Die Verzahnung von Forschung und Lehre möchte Wrana künftig noch weiter vorantreiben.

In seiner Freizeit reist er gern, geht ins Theater oder kocht leidenschaftlich. Von Halle hat er bisher ein sehr positives Bild: „Halle ist eine sehr angenehme kleine Stadt mit einer faszinierenden Kneipen- und Kulturszene.“ Tom Leonhardt

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