Heft 4/2012

Global regional geforscht

Was hat die Mark Brandenburg mit Welterbestätten in Mauritius zu tun? Am Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien (ZIRS) werden Fächer- und Ländergrenzen zugleich überwunden. Wie das funktionieren kann und welcher Mehrwert dabei entsteht, erzählt Ethnologie-Professor Burkhard Schnepel, Geschäftsführender Direktor des Zentrums, im Interview.

Das Date mit Duke

Sie kam 1999 an die MLU und arbeitet in der Nachbarschaft von mehr als 12.000 Pflanzen aus der ganzen Welt. Isabell Hensen fühlt sich wohl in ihrem Büro am Kirchtor, in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens, auf Reisen in tropische Bergwälder. Aber die Professorin für Pflanzenökologie hat noch eine andere Leidenschaft: Sie spielt Querflöte in einer Band, die ihren Namen trägt, und erzählt in Folge 3 der Unimagazin-Serie über „musizierende Hochschullehrer“, wie es dazu kam.

Über 100 Kurse bietet das Referat 3.2 halbjährlich an. In der Grafik sind nur einige der Weiterbildungsschwerpunkte dargestellt. (Montage: Steffen Schenk, Foto: Norbert Kaltwaßer, Grafik: Alexander Bryljaev / Fotolia)

Die Personal-Entwicklungshelfer

Betretenes Schweigen im Seminarraum. Eine Studentin kurz vor dem Weinkrampf, ihr gegenüber sitzt ein überforderter Dozent. Was tun? Auch Lehrer brauchen manchmal Lehrer. Wenn Fachwissen allein nicht ausreicht, dann ist an der MLU das Referat 3.2 gefragt. Das Referat für Personalentwicklung will alle Uni-Beschäftigten individuell und bedarfsorientiert fördern.

„Die Welt wird kleiner mit IAESTE“

Praktika im Ausland vermitteln nicht nur wichtige Einblicke in die Berufsleben. Sie erweitern den Blick auf die Welt. Um Studierenden einen internationalen Austausch zu erleichtern, vermittelt die Organisation IAESTE weltweit Fachpraktika. Neben „Outgoern“ wie Dorit Bennmann, die in Ghana gearbeitet hat, werden auch „Incomern“ wie Michael Ainoo, der aus Ghana nach Halle gekommen ist, Praktika in Deutschland vermittelt.

Entscheidend ist nicht das Lebensmittel – „entscheidend ist das Ernährungsmuster“, meint Dr. Edmund Semler. (Bild: Liddy Hansdottir / Fotolia)

Anti-Aging-Bier und Uromas Vollwertkost

„Iss dich schön, klug und sexy! Mit Erotic Food, Brain Food und Beauty Food zum neuen Ich!?“ Wir lechzen nach einem Mehrwert am Nährwert. Was dran und drin ist im „functional food“ erklärt Ökotrophologe Dr. Edmund Semler vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU.

Zwischen biologischen Fakten und theologischen Diskussionen: Ihre beiden Studienfächer ergänzen sich gut, findet Marie-Therese Werner. (Foto: Thomas Meinicke)

Bio mit Bibel: Das Unerklärbare erklären

Mit einem etwas unsicheren Gefühl betrat die Lehramtsstudentin Marie-Therese Werner vor acht Semestern den Seminarraum des Instituts für Katholische Theologie an der Martin-Luther-Universität: „Ist es schlimm, dass ich auch noch Biologie studiere?“

Seit 24 Jahren lehrt Hamid Jassim am Orientalischen Institut der MLU. (Foto: Michael Deutsch)

„Bagdad wiederzusehen war ein Schock“

Die Entfernung zur Heimat kann nicht immer mit Kilometern beschrieben werden. Sie ist für Dr. Hamid Jassim eher 33 Jahre weit. Solange ist es her, dass der Dozent für moderne arabische Literatur und Sprache aus dem Irak floh. Mit seinen Studenten diskutiert er über die Kultur und Geschichte eines Landes, das ihm heute fremd scheint.

„Die NS-Vergangenheit vieler Beamter hat in den fünfziger Jahren beim BKA eindeutige Spuren hinterlassen.“ – Historiker Prof. Dr. Patrick Wagner (Foto: Andreas Stedtler)

Detektivarbeit im Bundeskriminalamt

Welche Rolle spielten ehemalige Nazis bei der Gründung des Bundeskriminalamts im Jahr 1951? Lange Zeit ließ man diese Frage ruhen. Vor fünf Jahren begannein wissenschaftliche Aufarbeitung. Historiker Prof. Dr. Patrick Wagner von der MLU und sein Team suchten in Archiven und Kellern der Wiesbadener Behörde nach Quellen. Über die Ergebnisse berichtet er im Interview.

Das Zentrum für Schul- und Bildungsforschung wurde 1994 als Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung gegründet. Seitdem hat sich der Forschungsschwerpunkt in Richtung Bildungsforschung verschoben. (Foto: Maike Glöckner)

Interdisziplinarität? „Man kann damit auch ironisch umgehen.“

Wie Eliten in Bildungseinrichtungen entstehen und welche Bedeutung ihnen zukommt, wird derzeit am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung erforscht. Mit seinen Studien hat das interdisziplinäre Zentrum inzwischen bundesweit Aufmerksamkeit erlangt. Wie gut die Zusammenarbeit zwischen Soziologen und Erziehungswissenschaftler gelingt, hänge letztlich von den konkreten Personen ab, meint Professor Georg Breidenstein, Geschäftsführender Direktor des Zentrums, im Interview.