Rezensionen

Zwei Historiker entzaubern die Helden der Aufklärung

Demokratie, Menschenrechte, Toleranz – die Ursprünge unserer heutigen Werte und Normen sind in der Aufklärung zu suchen, heißt es meist. Aber waren die großen Denker des 18. Jahrhunderts ihrer Zeit tatsächlich so weit voraus? Waren sie frei von den damals weitverbreiteten Auffassungen, die wir heute als rassistisch, sexistisch oder kolonialistisch empfinden? – Das waren sie nicht, sagen Prof. Dr. Andreas Pečar und Dr. Damien Tricoire in ihrem Buch „Falsche Freunde“.

Sir András Schiff begeistert zum zehnjährigen Jubiläum der „aula konzerte halle“

Bis auf den letzten Platz war die Aula besetzt, als Starpianist Sir András Schiff am vergangenen Montag in der Reihe „aula konzerte halle“ aufspielte. Zum zehnjährigen Jubiläum der Kammermusikreihe brachte der weltberühmte Musiker die letzten Klaviersonaten von Beethoven, Haydn, Mozart und Schubert zu Gehör. Pascal Schiemann hat das Fest- und Benefizkonzert zusammengefasst.

Keine Elite ohne Bildungsungleichheit?

Seit fünf Jahren erforschen hallesche Erziehungswissenschaftler und Soziologen Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem. Gefördert wird das Vorhaben mit 2,2 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinsschaft (DFG). Die Auswahlverfahren im deutschen Bildungssystem sind Thema einer aktuellen Publikation der DFG-Forschergruppe FOR 1612. Dr. Margarete Wein hat den Band für das Unimagazin rezensiert.

Vom Kunstgriff der verinnerlichten Ruhe

Die weltberühmte Geigerin Antje Weithaas spielte zum 40. Konzert der Kammermusikreihe „aula konzerte halle“ auf. Gemeinsam mit ihrer Begleiterin Silke Avenhaus am Klaiver brachte sie am 20. Januar 2016 Werke von Ludwig van Beethoven sowie dem böhmischen Komponisten Antonin Dvořák und Josef Suk zu Gehör. Pascal Schiemann fasst den Abend zusammen.

Kammermusik an den Gattungsgrenzen

Es gibt sie doch, die quintettbesetzten Meisterwerke, die ihre eigene Sprache sprechen: Am 25. November beeindruckte das Berolina Ensemble in der Reihe aulakonzerte halle unter anderem mit Interpretationen der Serenata in vano Carl Nielsens sowie der Hasenöhrl-Bearbeitung von Richard Stauss‘ Till Eulenspiegels lustige Streiche Op. 28. Eine Rezension von Pascal Schiemann.

Publikation: Die ersten 100 Jahre des Christentums

Von innerjüdischer Erneuerung zur universalen Religion: Nach mehr als zehnjähriger Arbeit an diesem grundlegenden Themenkomplex legt Udo Schnelle, seit 1992 Professor für Neues Testament an der Uni Halle, ein für Theologen wie Laien gleichermaßen lesenswertes Kompendium zur Entstehungsgeschichte der christlichen Weltreligion vor.

Neu erschienen: Vom Amtsverlust in Deutschland und den USA

Bevor Politiker in westlichen Demokratien von ihren Ämtern zurücktreten, haben sie das Vertrauen ihrer Wähler meist bereits verloren. Ihre politische Verantwortung steht zur Debatte. Mit derartigen Vorfällen beschäftigt sich Jürgen Plöhn im zweiten Band seiner Habilitationsschrift. Im ersten Band hat der Politikwissenschaftler die begrifflichen, ideengeschichtlichen und theoretischen Grundlagen von Vertrauen und Verantwortung analysiert.

"Lutherland": Wie aus katholischem Protest der Protestantismus erwuchs

Martin Luther wusste nicht, dass er den Hauptteil seines Lebens in Sachsen-Anhalt verbrachte und sein Wirken ein halbes Jahrtausend später Anlass für ein weltweites Jubiläum sein wird. Bereits vor dem Reformations-Jahr 2017 beleuchten zehn Luther-Kenner in dem Buch „Lutherland Sachsen-Anhalt“ das Wirken und Fortwirken des Reformators in seiner Heimat. Margarete Wein hat die Publikation für das Unimagazin rezensiert.

Leipziger Trio glänzt mit abwechslungsreichen Interpretationen

Mit einer gelungenen Mischung aus Werktreue und Interpretationsfreiheit wusste das Trio Hick Shay Deutsch am vergangenen Dienstag, 30 Juni, bei den „aula konzerten halle“ zu überzeugen. Nick Shay Deutsch (Oboe), Guy Ben-Ziony (Viola) und Alexander Schmalcz (Klavier) boten ihrem Publikum sowohl jüdische als auch klassisch-romantische Musik. Pascal Schiemann fasst den Abend zusammen.