Personalia

„Ich bin selbst noch nicht fertig“

Christsein heißt für Christiane Thiel auch: Querdenken und Aufmüpfig-Sein. Vor neun Monaten kam sie als neue Hochschul- und Studierendenpfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) nach Halle. Seitdem arbeitet sie daran, ihre Gemeinde an der Uni und in der Stadt sichtbarer zu machen. Nebenbei probt sie mit dem neugründeten „PoPChor“, schreibt Liedtexte für den Kantor der Pauluskirche und betreibt Seelsorge auch mal am Smartphone.

Ehrendoktorwürde für Richter Josef Molkenbur

Für seine außerordentlichen Dienste in der Wissenschaft hat der Juristische Bereich der Uni Halle Dr. Josef Molkenbur, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt, am Mittwoch, 17. Mai, die Ehrendoktorwürde verliehen. An der feierlichen Ehrung in der Aula nahmen unter anderen Innenminister Holger Stahlknecht, Justizministerin Anne-Marie Keding und die Staatssekretärin im Bildungsministerium Edwina Koch-Kupfer teil.

Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen

Die Hälfte aller aktuellen Arzneistoffe ist nicht durch reine chemische Synthese entstanden, sondern basiert auf natürlichen Substanzen. Aspirin und Penizillin sind prominente Beispiele für solche biogenen Arzneistoffe. Welches noch unerkannte Potential in anderen Naturstoffen steckt, erforscht Prof. Dr. Timo Niedermeyer. Seit April hat er die Professur „Biogene Arzneistoffe“ in Halle inne.

Spurensuche in Halle: Vergessene Philosophinnen und deutsche Metaphysiker

Nicht nur der Philosoph Christian Wolff werde international unterschätzt, auch die ersten deutschen Philosophinnen werden aus Sicht des Kanadiers Prof. Dr. Corey Dyck zu Unrecht vernachlässigt. Der Humboldt-Forschungsstipendiat will die Anfänge der deutschen Metaphysik erstmals umfänglich wissenschaftlich aufarbeiten. Dazu beschäftigt er sich auch an der Universität Halle intensiv mit der Geschichte der Intellektuellen des 18. Jahrhunderts.

Wissen, Identität und die Folgen von PISA

Wie entwickeln Menschen ihre eigene Identität, eine berufliche oder politische Position? Wie reflektieren sie diesen Prozess und wie vertreten sie ihre Position in ihrem Handeln? Das sind einige der Fragen, denen Prof. Dr. Daniel Wrana in seiner Forschung nachgeht. Seit April ist er Professor für Systematische Erziehungswissenschaft an der Uni Halle.

Nachruf: Günter Mühlpfordt –
Der Wahrheit verpflichtet

Am 4. April verstarb Prof. Dr. Günter Mühlpfordt, renommierter Aufklärungsforscher und bedeutender Osteuropa-Historiker. Als Student, Doktorand und Professor war er der Uni Halle verbunden, bis er zu DDR-Zeiten aus politisch-ideologischen Gründen mit einem 33 Jahre andauernden Berufsverbot belegt wurde. Dennoch hat der unbeugsame Gelehrte die mitteldeutsche und europäische Aufklärung zu seinem Lebensthema gemacht. Ein Nachruf von Dr. Margarete Wein.

Robert Jäckel im PC-Pool des IT-Servicezentrums (Foto: Michael Deutsch)

Zwanzig Fragen an Robert Jäckel

An dieser Stelle wird’s persönlich: Robert Jäckel ist IT-Koordinator im IT-Servicezentrum (ITZ) der Uni Halle. Für die Unabhängige Liste sitzt er als Ersatzmitglied im Personalrat. In Heft 1/17 beantwortet er den Fragebogen des Unimagazins „scientia halensis“.

Physiker erhält Nachwuchspreis der DPG

Für seine Forschungsarbeit zu oxidischen Quasikristallen hat der hallesche Physiker Dr. Stefan Förster den „Gerhard Ertl Young Investigator Award“ bei der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) – der weltweit größten Physikfachgesellschaft – erhalten. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird jährlich an herausragende Nachwuchswissenschaftler im Bereich der Oberflächenphysik vergeben.

Bernd Dewe – ein Nachruf

Am 14. Januar ist der Berufs- und Bildungsforscher Prof. Dr. Bernd Dewe, emeritierter Professor für betriebliche und berufliche Weiterbildung an der Universität Halle, verstorben. Er gehörte zu den führenden Wiassenschaftlern im Bereich der Weiterbildung und hat den Diskurs zur Professionalität und Wissensverwendung maßgeblich geprägt. Ein Nachruf von Prof. em. Dr. Ursula Rabe-Kleberg vom Institut für Pädagogik.

Genossenschaftsforschung: IWE GK erinnert an Ernst Grünfeld

Mit seinen Forschungen zum Genossenschaftswesen hat Ernst Grünfeld in den 1920er und 1930er Jahren Bahnbrechendes geleistet. Wie viele andere Hochschullehrer wurde er 1933 aufgrund seiner jüdischen Abstammung jedoch aus dem Dienst der Universität Halle entlassen. Die Interdisziplinäre Wissenschaftliche Einrichtung Genossenschafts- und Kooperationsforschung (IWE GK) der Uni Halle hat nun an den Ökonom und Soziologen erinnert und eines seiner wichtigsten Werke neuaufgelegt.