Studieren, Lehren, Leben

MIRAI-Programm: Eintauchen in die Politik, Gesellschaft und Kultur Japans

Johannes Gallons Augen strahlen, wenn er sich an den Japanaufenthalt im vergangenen Dezember erinnert. Als einer von insgesamt 80 Studierenden hatte der Student der Uni Halle die Ehre, am MIRAI-Programm 2016 teilzunehmen. Das Austauschprogramm des japanischen Außenministeriums ermöglicht jungen Europäern, einen Einblick in die Politik, Wirtschaft und Kultur des ostasiatischen Staats gewähren.

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Zwei neue Hochschulpartnerschaften in Europa

Die Universität Halle hat seit 2016 zwei neue Hochschulpartner in Polen und Italien: Im August konnte ein Universitätsvertrag mit der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen in Mailand geschlossen werden. Im Oktober vereinbarten die Universitäten Halle und Warschau eine vertraglich fixierte Partnerschaft. Darüber hinaus hat die Uni mit zwei Einrichtungen in Russland und Turkmenistan eine engere Zusammenarbeit vereinbart.

Mehr Geld für digitale Lehre

Ausgestattet mit rund 6,5 Millionen Euro setzt das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (LLZ) an der Universität Halle seine Arbeit 2017 fort. Die Fördermittel werden im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Qualitätspaktes Lehre“ bis 2020 zur Verfügung gestellt. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 hat das LLZ bereits mehr als 450 Projekte zur Digitalisierung der Lehre an der Uni Halle begleitet. Mit einem neuen Direktor und einer neuen Arbeitsgruppe startet das Zentrum in die zweite Förderphase.

Im Seminar mit Autorin Felicitas Hoppe

Eine Schriftstellerin im Gespräch: Teilnehmer der Literaturseminare von Dr. Kai Lorenz hatten am Dienstag Gelegenheit, Felicitas Hoppe persönlich zu ihren Werken zu befragen. Lorenz, der zurzeit Hoppes Bücher in seinen zwei Seminaren für Lehramtsstudierende behandelt, hatte die preisgekrönte Autorin eingeladen. Mit Hilfe von Hoppes Jugendbüchern könnten die angehenden Grundschullehrer künftig Schüler für Literatur begeistern.

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Nachhaltigkeit: Zocken und dabei lernen

Spielen ist die vermeintlich beste Art zu lernen. Im Online-Spiel „LandYOUs“ werden Schülerinnen und Schüler zu Staatsoberhäuptern und steuern die Geschicke einer fiktiven Nation. Damit sollen sie lernen, wie vielfältig und komplex das Thema Nachhaltigkeit in Wirklichkeit ist.

Eine neue Verbindung nach Istanbul

Als Prof. Dr. Henning Rosenau 2015 nach Halle berufen worden ist, brachte der Jurist auch sein langjähriges Engagement für die Türkisch-Deutsche Hochschule (TDU) mit. Seit Februar unterstützt die Martin-Luther-Universität als Mitglied des deutschen Konsortiums der TDU den Aufbau der Hochschule, die 2010 von beiden Staaten in Istanbul gegründet worden ist. Auch zwei hallesche Ökonomen sind mittlerweile involviert. Gerade angesichts der aktuellen, politisch schwierigen Situation vor Ort halten sie den deutsch-türkischen Austausch für wichtiger denn je.

Schlittschuhläufer und Sprachartist: Studierende präsentieren Klopstock

Er machte das Eislaufen in Deutschland zum Trend und galt als erster „Popstar“ der deutschen Literatur: Friedrich Gottlieb Klopstock. Heute ist der Dichter nur noch wenigen bekannt. Dreizehn Studierende wollen das im Rahmen eines literaturwissenschaftlichen Seminars ändern. An den beiden kommenden Adventssonntagen, 4. und 11. Dezember, werden sie die Werke und das Leben des Dichters in seinem Geburtshaus in Quedlinburg präsentieren. Auch bei MDR Kultur werden im Dezember kleine Hörminiaturen der Studenten zu Klopstock zu hören sein.

„Es war einmal“: Hochschulgruppe organisiert Europäische Märchennacht

Märchen sind nur etwas für Kinder? Von wegen! Die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) Halle veranstalten am Dienstag, 6. Dezember, zum fünften Mal eine Märchennacht in der Stadtbibliothek Halle. Für die Winterausgabe hat sich die Hochschulgruppe Muttersprachler aus verschiedenen Ländern eingeladen. In diesem Jahr werden Gedichte und Geschichten unter anderem in Alemannisch und Tschechisch vorgetragen.

Fünf Jahre nach Fukushima: Erneuerbare Energien und Hip-Hop

Musik tönt aus den Boxen der Sporthalle Kröllwitz, 60 Studierende sitzen im Halbkreis und klatschen zum Takt. In der Mitte wirbelt Reo Sato in Breakdance-Figuren über den Boden. Er ist einer von 23 Studierenden der Universität Fukushima, die im Rahmen einer Deutschlandreise in der vergangenen Woche für drei Tage die Universität Halle besucht haben.

Die neue Vielfalt

Studierende sind keine homogene Gruppe. Was das für die Lehre bedeutet, hat die Soziologin Peggy Trautwein vom Institut für Hochschulforschung untersucht. Ihre Studie ist auch für das landesweite Projekt „Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre“ relevant, in dem Lavinia Ionica von der Uni Halle mitarbeitet. Ines Godazgar sprach für das Unimagazin mit beiden darüber, wie Hochschulen der wachsenden Vielfalt gerecht werden können.