Titelthema

Eiszeit in Äthiopien: Zuflucht im Hochgebirge?

Sind die Menschen in Äthiopien während der letzten großen Eiszeit vor 16.000 Jahren in die Berge geflohen? Das erforscht ein internationales Team aus Bodenkundlern, Archäologen und Biologen im neuen Projekt „The Mountain Exile Hypothesis“. Dafür reisen hallesche Bodenkundler künftig in das Sanetti-Hochplateau und untersuchen den Boden mit modernen biogeochemischen Methoden auf Jahrtausende alte Spuren von Menschen.

„Es gibt keinen Fahrplan“

Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften wird Feldforschung betrieben. Aber wie? – Das beschreibt Prof. Dr. Georg Breidenstein gemeinsam mit zwei Kollegen im Lehrbuch „Ethnografie – die Praxis der Feldforschung“. Im Interview spricht der Erziehungswissenschaftler über die Notwendigkeit der teilnehmenden Beobachtung, über Herausforderungen und Besonderheiten der sozialwissenschaftlichen Feldforschung.

Erdöl: Segen und Fluch

Wenn ein Land über Ölreserven verfügt, birgt das ungeahnten Reichtum – oder? Der Tschad zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit 2003 wird in dem Staat in der Mitte Afrikas Öl gefördert. Die Ethnologin Andrea Behrends hat über zwölf Jahre soziale und kulturelle Veränderungen durch die Erdölförderung vor Ort untersucht.

Die Natur vermessen

Grillen zirpen am Waldrand, sonst ist es still im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland. Neun Studierende der Uni Halle arbeiten konzentriert trotz der Mittagshitze. Es ist ihr letzter Tag im Feld, und noch ist vieles zu tun. Im Mastermodul Freilandökologie lernen die angehenden Biologen in vier Untersuchungsgebieten bei Freyburg, was es heißt, im Feld zu forschen.

Wissenschaft auf einen Klick

Wie die Open Access-Bewegung die Wissenschaft verändert und welche Chancen und Herausforderungen diese Entwicklung bietet, darüber sprechen der Molekularbiologe Prof. Dr. Stephan Feller und Dr. Stefan Artmann, Leiter des Präsidialbüros der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Daten erzählen Geschichte

Ganz gleich, ob es sich um alte Fotos oder mittelalterliche Stadtbücher handelt – historische Daten bilden die Grundlage für die Forschung am Institut für Geschichte. Doch was ist bei der Arbeit mit Daten und bei deren Digitalisierung und zu beachten? Dazu berät Dr. Katrin Moeller angehende Historiker.

Freie Bildungsressourcen für jeden?

Nicht nur Forschungsdaten und wissenschaftliche Publikationen sind online oftmals frei zugänglich verfügbar: Viele Lehr- und Lernmaterialien sind heute unter dem Begriff der „Open Educational Resources“ im Internet zu finden. Uni-Dozenten, Lehrern und jedem Lernwilligen steht damit eine große Auswahl an Materialien zur Verfügung, bei deren Nutzung jedoch einiges zu beachten ist.

Tausende Hallenser entdecken den Steintor-Campus

Trotz Kälte und Nieselregens haben tausende Hallenser den Tag der offenen Tür am 17. Oktober genutzt, um sich selbst ein Bild vom Steintor-Campus zu machen. Neben Anwohnern und Uni-Angehörigen waren auch viele Agrarwissenschaftler gekommen, die vor dem Umbau einst auf dem Gelände studiert oder gearbeitet haben. Vor allem in der Bibliothek herrschte von ab zehn Uhr morgens Hochbetrieb.