Varia

Kirche statt Staatskanzlei: Reiner Haseloff spricht beim Uni-Gottesdienst

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff schreitet am Donnerstagabend flott zur Predigt in der Marktkirche „Unser Lieben Frauen“ in Halle. „Danke für das Vertrauen, dass sie heute Abend einem Laien für 20 Minuten übertragen haben“, sagt er. Auf Einladung von Universitätsprediger Prof. Dr. Jörg Ulrich ist der Katholik im Rahmen der Universitätsgottesdienste der Uni Halle mit seiner Frau Gabriele in die Marktkirche gekommen.

map

Zwei neue Hochschulpartnerschaften in Europa

Die Universität Halle hat seit 2016 zwei neue Hochschulpartner in Polen und Italien: Im August konnte ein Universitätsvertrag mit der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen in Mailand geschlossen werden. Im Oktober vereinbarten die Universitäten Halle und Warschau eine vertraglich fixierte Partnerschaft. Darüber hinaus hat die Uni mit zwei Einrichtungen in Russland und Turkmenistan eine engere Zusammenarbeit vereinbart.

Juristen erforschen Rechtstransformation in Aserbaidschan

Wie kann einem Land der Übergang von der Planwirtschaft zur globalen Marktwirtschaft gelingen und was bedeutet eine solche Transformation für das Rechtssystem? Das wollen Juristen der Uni Halle gemeinsam mit aserbaidschanischen Wissenschaftlern erforschen. Um diese Kooperation auf den Weg zu bringen, waren Prof. Dr. Christian Tietje und Dr. Manja Hussner im Herbst nach Baku gereist. Das Projekt kann nun 2017 – gefördert mit 560.000 Euro durch die Volkswagenstiftung – starten.

Gemeinsam mehr erreichen: Unibund präsentiert neuen Webauftritt

Die globalen Verflechtungen der Gesellschaft sind Thema des neuesten Gemeinschaftsprojektes der Universitäten Halle, Jena und Leipzig. Nicht die erste Kooperation dieser Art: Seit 1995 arbeiten die drei größten Hochschulen Mitteldeutschlands zusammen, um gemeinsam erfolgreich Projekte in den Bereichen Forschung und Lehre voranzutreiben. Gestern hat sich das “Forum for the Study of the Global Condition„ in Leipzig vorgestellt. Anlass genug, auch die neue Website des Unibundes der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Neue Sammlung für das Archäologische Museum der Uni Halle

Seit diesem Monat ist das Archäologische Museum der Uni Halle um 80 Exponate reicher: Die wertvolle Sammlung des Altrektors Otto Kern konnte mithilfe der Erben und der Ernst von Siemens Kunststiftung im vollen Umfang von der Universität erworben werden.

Eine neue Verbindung nach Istanbul

Als Prof. Dr. Henning Rosenau 2015 nach Halle berufen worden ist, brachte der Jurist auch sein langjähriges Engagement für die Türkisch-Deutsche Hochschule (TDU) mit. Seit Februar unterstützt die Martin-Luther-Universität als Mitglied des deutschen Konsortiums der TDU den Aufbau der Hochschule, die 2010 von beiden Staaten in Istanbul gegründet worden ist. Auch zwei hallesche Ökonomen sind mittlerweile involviert. Gerade angesichts der aktuellen, politisch schwierigen Situation vor Ort halten sie den deutsch-türkischen Austausch für wichtiger denn je.

Archäologisches Museum Robertinum feiert 125-jähriges Bestehen

Am 9. Dezember 1891 wurde das Archäologische Museum am Uniplatz eröffnet. Auf den Tag genau 125 Jahre später wird am Freitag der kommenden Woche um 16 Uhr das Jubiläum mit einer Festveranstaltung in der Aula gefeiert. Seit der Eröffnung des Museums geben die antiken Sammlungen Einblick in die Kulturen des alten Griechenlands, Roms und Ägyptens. Die Exponate werden bis heute für Lehre und Forschung genutzt.

Musik auf der Empore

Eine seltene Gelegenheit bot sich am Dienstagabend im Rahmen der Reihe aula konzerte halle: Das Ensemble Nobilis um den Organisten Johannes Berger brachte die Praetorius-Orgel in der Aula des Löwengebäudes zum Klingen. Das Instrument, das in den späten 1920er Jahren erbaut wurde und nach einer Restauration seit 2007 wieder spielbar ist, war in Kombination mit Trompete und Sopran zu hören. Eine Rezension von Pascal Schliemann.

Welchen Sinn haben Universitätsreformen? – Streitgespräch in Wittenberg

Die Zusammensetzung des Podiums war bereits im Vorfeld vielversprechend: Jan-Hendrik Olbertz, Armin Willingmann und Everhard Holtmann waren geladen, die pointierten Thesen von Jürgen Kaube, einem der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zu kommentieren. Thema der diesjährigen Disputation der Universität am Reformationstag: „Universitas semper reformanda? Von den Möglichkeiten und Grenzen permanenter Universitätsreformen“.

„Geschichte, die direkt nachwirkt“

In den Jahren 1933 bis 1945 wurden an der Uni Halle mindestens 43 Hochschullehrer aus dem Dienst entlassen – in der Mehrzahl, weil sie jüdische Vorfahren hatten oder politisch verfolgt wurden. 2013 gedachte die Universität mit einer Publikation und einer Veranstaltung dieser Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Nachfahren der Vertriebenen kamen dazu auch aus Israel und den USA nach Halle. Viele dieser Menschen hat das Projekt, das den Titel „Ausgeschlossen“ trägt, seitdem nicht mehr losgelassen, wie PD Dr. Friedemann Stengel im Interview berichtet. Er leitet die Rektoratskommission, die Namen und Lebensläufe recherchiert und weiter an der Aufarbeitung der Universitätsgeschichte arbeitet.