Varia

Buchmesse 2017: Unibund-Forum startet mit unterhaltsamem Podiumsgespräch

500 Jahre Reformation – für die drei mitteldeutschen Traditionsuniversitäten Halle, Jena und Leipzig Anlass genug, sich gemeinsam mit einem Veranstaltungsforum zum Thema „Reformation als Message“ auf der Leipziger Buchmesse zu präsentieren. Am Donnerstag wurde dieses mit einer launigen Podiumsdiskussion mit den Rektoren der drei im Universitätsbund kooperierenden Hochschulen eröffnet.

(Grafik: behnelux gestaltung, unter Verwendung von Wikimedia Commons, User: Fa, Botaurus, CranachCCCP, Trzęsacz)[]:]

Was bleibt?

Martin Luther gibt es als Playmobil-Figur und als Nudelmotiv. Niemand entkommt dem Antlitz des Reformators im Jubiläumsjahr 2017. Aber was hat die Reformation noch mit der Gegenwart zu tun? Jede Menge, sagen Wissenschaftler der Universität Halle aus ganz unterschiedlichen Disziplinen. Denn das Vermächtnis der Reformation reicht weit über die Theologie hinaus.

Udo Sträter und Barbara Genscher

„Er war Weltpolitiker, Europäer, Architekt der Einheit und Freund der Uni“

Er wäre am Dienstag 90 Jahre alt geworden: Hans-Dietrich Genscher. Anlässlich der 25-jährigen Wiederkehr der Verleihung der Ehrensenatorwürde an den ehemaligen Außenminister und Alumnus der Hochschule hat ihn die Universität mit einer Festveranstaltung geehrt. Hochrangige Vertreter und Wegbegleiter Genschers aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren zu Gast in der Aula des Löwengebäudes.

„Vom Abendland“: Wissenschaft trifft auf Theater

„Kunst und Wissenschaft“ heißt eine neue Veranstaltungsreihe des Puppentheaters Halle. Regelmäßig werden Forscher dazu eingeladen, Theaterstücke und die Themen der Inszenierungen wissenschaftlich zu betrachten und ihre Perspektive mit dem Publikum teilen. Der Indologe Prof. Dr. Walter Slaje traf gestern im Puschkinhaus auf das Theaterstück „Vom Abendland“ und beschäftigte sich in seinem Einführungsvortrag unter anderem mit der Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Morgenland und Abendland?

Hat die Kleinstadt eine Zukunft?

Lange Zeit ist die Kleinstadt in der Forschung zu kurz gekommen. Vom 16. bis zum 18. März wird ihr jetzt an der Uni Halle eine internationale Tagung gewidmet. Literatur- und Sozialwissenschaftler, Landschaftsplaner und Kommunalpolitiker diskutieren am Steintor-Campus darüber, wie sich die Frage nach der Zukunft der Kleinstädte mit Hilfe der Kleinstadtliteratur beantworten lässt. Im Rahmen der Veranstaltung liest auch der Schriftsteller Ingo Schulze aus seinen Werken.

Scheiter & Weiter: „Wir wollen zeigen, dass Scheitern normal ist“

Scheitern? Das kennt fast jeder. Darüber zu reden fällt jedoch vielen schwer. Mittlerweile hat sich das Image des Scheiterns allerdings geändert: Sogar auf öffentlichen Veranstaltungen wird darüber gesprochen, um anderen die Angst davor zu nehmen. Drei Studentinnen der Uni Halle wollen diesen Trend nun auf den Campus holen. Für ihre Veranstaltung mit dem Titel „Scheiter & Weiter“ im April suchen sie Mutige, die ihre persönliche Geschichte des Scheiterns erzählen.

BOLSA-Studie: Volkswagen-Stiftung fördert Digitalisierung eines Datenschatzes

Die älteste und umfangreichste deutsche Tonträger-Sammlung biografischer Interviews soll künftig Forschern aus aller Welt online zur Verfügung stehen. Die Volkswagen-Stiftung fördert die Digitalisierung der Tonbänder und Akten aus der Bonner Gerontologischen Längsschnittstudie (BOLSA) mit 130.000 Euro. Auch ein Onlineportal ist geplant. Das Projekt ist am Historischen Datenzentrum Sachsen-Anhalt an der Uni Halle angesiedelt.

Der Internationale Schleiermacher-Kongress »Reformation und Moderne« findet vom 5. bis zum 8. März in den Franckeschen Stiftungen in Halle statt. (Grafik: Schleiermacher-Gesellschaft e.V.)

Schleiermacher – ein Reformator der Moderne?

Friedrich Schleiermacher war einer der wichtigsten Denker des 19. Jahrhunderts. Der Theologe trug entscheidend dazu bei, dass das Erbe Luthers in die Moderne übertragen werden konnte. Die Internationale Schleiermacher-Gesellschaft veranstaltet anlässlich des Reformationsjubiläums vom 5. bis zum 8. März einen Schleiermacher-Kongress in Halle. Im Interview spricht der Theologe und Gesellschaftsvorsitzender Prof. Dr. Jörg Dierken über die Bedeutung Schleiermachers und die Ziele des Kongresses.

Kunst trifft Geologie

Taugen geologische 3D-Glasmodelle als Grundlage für ein Kunstprojekt? Den Beweis tritt die Ausstellung „Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention“ an. Sie zeigt, wie sich acht Künstlerinnen und Künstler mit den geologischen Besonderheiten der Stadt Halle auseinandersetzen. Grundlage dafür war ein künstlerischer Workshop mit dem Geologen Prof. Dr. Peter Wycisk. Das Stadtmuseum zeigt die Ausstellung noch bis zum 19. März.

Podiumsdiskussion: Vielfalt als Normalität

Das Thema Diversität rückt an den Hochschulen immer stärker in den Fokus. Am Mittwochabend, 8. Februar, lud der Arbeitskreis Inklusion des Studierendenrats zusammen mit dem Wissenschaftsforum Mitteldeutschland zu einer Podiumsdiskussion in den Hallischen Saal ein. Zu Gast war unter anderen Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. Der Tenor der Runde: Vielfalt trägt zum Erfolg einer Hochschule bei.