Interdisziplinarität

Global regional geforscht

Was hat die Mark Brandenburg mit Welterbestätten in Mauritius zu tun? Am Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien (ZIRS) werden Fächer- und Ländergrenzen zugleich überwunden. Wie das funktionieren kann und welcher Mehrwert dabei entsteht, erzählt Ethnologie-Professor Burkhard Schnepel, Geschäftsführender Direktor des Zentrums, im Interview.

Das Zentrum für Schul- und Bildungsforschung wurde 1994 als Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung gegründet. Seitdem hat sich der Forschungsschwerpunkt in Richtung Bildungsforschung verschoben. (Foto: Maike Glöckner)

Interdisziplinarität? „Man kann damit auch ironisch umgehen.“

Wie Eliten in Bildungseinrichtungen entstehen und welche Bedeutung ihnen zukommt, wird derzeit am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung erforscht. Mit seinen Studien hat das interdisziplinäre Zentrum inzwischen bundesweit Aufmerksamkeit erlangt. Wie gut die Zusammenarbeit zwischen Soziologen und Erziehungswissenschaftler gelingt, hänge letztlich von den konkreten Personen ab, meint Professor Georg Breidenstein, Geschäftsführender Direktor des Zentrums, im Interview.

(Bild: Falko Matte / Fotolia)

Auf Grenzgebieten unterwegs

Die Themen des Zentrums Medizin-Ethik-Recht sind hochaktuell und oft brisant: Sie reichen von ritueller Beschneidung in Judentum und Islam bis zu Stammzellforschung und Sterbehilfe. Warum medizinsche Fragen heute auch die Expertise von Ethikern und Juristen erfordern, erläutert Dr. Kerstin Junghans.

"Nur so lässt sich die Pietismus-Nuss knacken"

Forschungsfragen halten sich nicht an Fächergrenzen. Für die interdisziplinäre Zusammenarbeit sind Fakultäts- und Institutsstrukturen oft eher hinderlich. Um fächerübergreifenden Themen Raum zu geben, sind an der MLU 1993 die ersten Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentren gegründet worden. Mittlerweile gibt es davon zwölf. Wie und wozu wird dort interdisziplinär zusammengearbeitet? scientia halensis hat nachgefragt.

"Für die interdisziplinären Einrichtungen gibt es keine Möglichkeit, regulär die Stimme zu erheben in den Gremien." - Professor Daniel Fulda (Foto: Maike Glöckner)

Zwischen Antragsprosa und Grenzenlosigkeit

Interdisziplinarität scheint in der Wissenschaft heute unverzichtbar zu sein. Wird darüber die disziplinäre Arbeit vernachlässigt? Wie kann die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen überhaupt funktionieren? Diesen Fragen geht das neue Unimagazin nach, das am 1. Oktober erscheint. Zur Gefahr der Antragsprosa, zu politischen Konstruktionsfehlern und seiner eigenen interdisziplinären Arbeit äußert sich Professor Daniel Fulda, Geschäftsführender Direktor des IZEA, bereits im Online-Interview