Burkhard Schnepel

Indian Ocean Studies: Wie Ideen auf Reisen gehen

Die Globalisierung ist nicht neu. Wenn man so will, hat sie ihre Anfänge im 16. Jahrhundert. Damals waren Seeleute im Indischen Ozean und auf anderen Weltmeeren unterwegs. Damit einher ging ein reger Austausch: Händler brachten Waren, Sprachen und Ideen mit. – All das waren Einflüsse, die heute in den „Indian Ocean Studies“ untersucht werden. Dazu forscht der Ethnologe Prof. Dr. Burkhard Schnepel. In Kooperation mit dem hiesigen Max-Planck-Institut hat er ein einmaliges Netzwerk geschaffen.

Hat die Kleinstadt eine Zukunft?

Lange Zeit ist die Kleinstadt in der Forschung zu kurz gekommen. Vom 16. bis zum 18. März wird ihr jetzt an der Uni Halle eine internationale Tagung gewidmet. Literatur- und Sozialwissenschaftler, Landschaftsplaner und Kommunalpolitiker diskutieren am Steintor-Campus darüber, wie sich die Frage nach der Zukunft der Kleinstädte mit Hilfe der Kleinstadtliteratur beantworten lässt. Im Rahmen der Veranstaltung liest auch der Schriftsteller Ingo Schulze aus seinen Werken.

Im und am menschlichen Körper leben viele heute noch nicht vollständig bekannte Bakterien. (Foto: Colourbox.com)

Das menschliche Mikrobiom

Jeder Mensch teilt seinen Körper mit unzähligen kleinen Lebewesen, wie Bakterien. Bis vor wenigen Jahren wurde ihre Bedeutung verkannt. Heute weiß man: Bakterien können einen großen Einfluss auf die Gesundheit und sogar das Verhalten eines Menschen haben. Der Mikrobiologe Prof. Dr. Gary Sawers erläutert die Hintergründe.

Scheiter & Weiter: „Wir wollen zeigen, dass Scheitern normal ist“

Scheitern? Das kennt fast jeder. Darüber zu reden fällt jedoch vielen schwer. Mittlerweile hat sich das Image des Scheiterns allerdings geändert: Sogar auf öffentlichen Veranstaltungen wird darüber gesprochen, um anderen die Angst davor zu nehmen. Drei Studentinnen der Uni Halle wollen diesen Trend nun auf den Campus holen. Für ihre Veranstaltung mit dem Titel „Scheiter & Weiter“ im April suchen sie Mutige, die ihre persönliche Geschichte des Scheiterns erzählen.

BOLSA-Studie: Volkswagen-Stiftung fördert Digitalisierung eines Datenschatzes

Die älteste und umfangreichste deutsche Tonträger-Sammlung biografischer Interviews soll künftig Forschern aus aller Welt online zur Verfügung stehen. Die Volkswagen-Stiftung fördert die Digitalisierung der Tonbänder und Akten aus der Bonner Gerontologischen Längsschnittstudie (BOLSA) mit 130.000 Euro. Auch ein Onlineportal ist geplant. Das Projekt ist am Historischen Datenzentrum Sachsen-Anhalt an der Uni Halle angesiedelt.

Der Internationale Schleiermacher-Kongress »Reformation und Moderne« findet vom 5. bis zum 8. März in den Franckeschen Stiftungen in Halle statt. (Grafik: Schleiermacher-Gesellschaft e.V.)

Schleiermacher – ein Reformator der Moderne?

Friedrich Schleiermacher war einer der wichtigsten Denker des 19. Jahrhunderts. Der Theologe trug entscheidend dazu bei, dass das Erbe Luthers in die Moderne übertragen werden konnte. Die Internationale Schleiermacher-Gesellschaft veranstaltet anlässlich des Reformationsjubiläums vom 5. bis zum 8. März einen Schleiermacher-Kongress in Halle. Im Interview spricht der Theologe und Gesellschaftsvorsitzender Prof. Dr. Jörg Dierken über die Bedeutung Schleiermachers und die Ziele des Kongresses.

Neuer Haut-Experte am Uniklinikum

Eines der größten und vielseitigsten Organe des Menschen ist sein Fachgebiet: Prof. Dr. Cord Sunderkötter ist neuer Professor für Dermatologie an der halleschen Universitätsmedizin. Der Hautarzt leitet seit dem 1. Februar die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie.

„Luthers Land“: Geowissenschaftler blicken auf die Reformation

500 Jahre nach Luthers berühmtem Thesenanschlag beschäftigen sich längst nicht nur Theologen und Historiker mit der Reformation. Auch Geowissenschaftler der Universität Halle steuern ihre Erkenntnisse bei: In der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“ verknüpfen sie die aktuelle Geographie Mitteldeutschlands mit einer historischen Perspektive.

Genossenschaftsforschung: IWE GK erinnert an Ernst Grünfeld

Mit seinen Forschungen zum Genossenschaftswesen hat Ernst Grünfeld in den 1920er und 1930er Jahren Bahnbrechendes geleistet. Wie viele andere Hochschullehrer wurde er 1933 aufgrund seiner jüdischen Abstammung jedoch aus dem Dienst der Universität Halle entlassen. Die Interdisziplinäre Wissenschaftliche Einrichtung Genossenschafts- und Kooperationsforschung (IWE GK) der Uni Halle hat nun an den Ökonom und Soziologen erinnert und eines seiner wichtigsten Werke neuaufgelegt.

Kunst trifft Geologie

Taugen geologische 3D-Glasmodelle als Grundlage für ein Kunstprojekt? Den Beweis tritt die Ausstellung „Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention“ an. Sie zeigt, wie sich acht Künstlerinnen und Künstler mit den geologischen Besonderheiten der Stadt Halle auseinandersetzen. Grundlage dafür war ein künstlerischer Workshop mit dem Geologen Prof. Dr. Peter Wycisk. Das Stadtmuseum zeigt die Ausstellung noch bis zum 19. März.