Biologie

Für ein Forschungspraktikum drei Monate nach Kanada

Seit Mai ist Jakob Ruickoldt in Kanada. Dort forscht der Masterstudent der Uni Halle für rund drei Monate am Institut für Biochemie und Molekulare Medizin der Université de Montréal. Welche fachlichen und kulturellen Erfahrungen er bereits sammeln konnte und inwiefern ihm zwei Stipendien dabei geholfen haben, berichtet er im Onlinemagazin.

Biologin Lucy Bütof als Jungwissenschaftlerin ausgezeichnet

Die Biologin Lucy Bütof hat für ihren Vortrag bei einer Tagung der International Society for Zinc Biology (ISZB) auf Zypern einen Preis als Jungwisenschaftlerin erhalten. Ihre Teilnahme an der fünftägigen Konferenz konnte sie aus Frauenfördermitteln der Universität Halle finanzieren.

Varroamilben: Ein Schutzring für den Bienenstock

Sie ist einer der größten Bienenfeinde in Europa – die Varroamilbe. Der Schädling befällt nicht nur Insekten und saugt ihnen das Blut aus, sondern überträgt auch gefährliche Krankheiten wie das Krüppelflügelvirus. Zwei Biologen der Uni Halle haben jetzt in Kooperation mit Bayer Animal Health ein Produkt namens „Polyvar“ entwickelt, mit dem sich die Milben einfach und gezielt bekämpfen lassen. Die beiden Wissenschaftler verbindet aber noch mehr als ihr gemeinsames Forschungsinteresse.

Porometer

„PopBio 2017“: Invasive Arten, Evolution und Klimawandel

Weltweit sterben viele Pflanzenarten aus, während sich andere rasant verbreiten. Wie und warum das geschieht, erforschen Populationsbiologen weltweit. In der kommenden Woche treffen sich über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Halle und tauschen sich von Donnerstag bis Samstag auf der „PopBio 2017“ über den aktuellen Stand ihrer Forschung aus. Der hallesche Geobotaniker und Mit-Organisator Prof. Dr. Helge Bruelheide spricht im Interview über die Hauptthemen der Tagung.

Im und am menschlichen Körper leben viele heute noch nicht vollständig bekannte Bakterien. (Foto: Colourbox.com)

Das menschliche Mikrobiom

Jeder Mensch teilt seinen Körper mit unzähligen kleinen Lebewesen, wie Bakterien. Bis vor wenigen Jahren wurde ihre Bedeutung verkannt. Heute weiß man: Bakterien können einen großen Einfluss auf die Gesundheit und sogar das Verhalten eines Menschen haben. Der Mikrobiologe Prof. Dr. Gary Sawers erläutert die Hintergründe.

DNA

Die Gen-Schere CRISPR/Cas9

Die Gen-Schere „CRISPR/Cas9“ gilt als revolutionäre Entdeckung für die Biowissenschaften. Noch nie war es so einfach, das Erbgut von Pflanzen, Tieren oder Menschen zu verändern. Dr. Johannes Stuttmann vom Institut für Biologie ordnet die Technik sowie ihre Vor- und Nachteile ein.

Die Natur vermessen

Grillen zirpen am Waldrand, sonst ist es still im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland. Neun Studierende der Uni Halle arbeiten konzentriert trotz der Mittagshitze. Es ist ihr letzter Tag im Feld, und noch ist vieles zu tun. Im Mastermodul Freilandökologie lernen die angehenden Biologen in vier Untersuchungsgebieten bei Freyburg, was es heißt, im Feld zu forschen.

Fasziniert von Pflanzen

Humboldt-Professorin Tiffany Knight erforscht, wie sich pflanzliche Ökosysteme über lange Zeiträume verändern und ob ein Verlust der Artenvielfalt zu einer Beeinträchtigung des Ökosystems führen kann. Die amerikanische Biodiversitätsforscherin arbeitet seit Februar am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig.

Hallesche Milben und die Entstehung der Arten

Vögel, Buntbarsche und Heuschrecken hat Dr. Martin Husemann bereits erforscht. Sein jüngstes Untersuchungsobjekt ist zugleich sein bislang kleinstes: In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Robert Paxton untersucht der Evolutionsbiologe Milben, die Wildhummeln befallen haben. 150 Hummeln hat er dazu im Botanischen Garten und in der Dölauer Heide gesammelt. Anhand seiner systemübergreifenden Forschung will er herausfinden, welche Faktoren zur Entstehung neuer Arten führen.

Blattschneiderbiene

Gibt es ein Sozial-Gen bei Bienen?

Sie leben in großen Völkern, kleinen Gruppen oder als Einzelgänger. Das Sozialverhalten von Bienen ist je nach Art extrem unterschiedlich. Ein internationales Forscherteam hat nach den genetischen Grundlagen dafür gesucht und herausgefunden: Es gibt kein einzelnes Gen, das darüber entscheidet, ob Bienen in Gruppen oder alleine leben. Damit hat es das Team aus über 50 Forschern ins Fachjournal „Science“ geschafft. Unter den Autoren: Vier Wissenschaftler der Uni Halle.