Deutschlandstipendium

Für ein Forschungspraktikum drei Monate nach Kanada

Seit Mai ist Jakob Ruickoldt in Kanada. Dort forscht der Masterstudent der Uni Halle für rund drei Monate am Institut für Biochemie und Molekulare Medizin der Université de Montréal. Welche fachlichen und kulturellen Erfahrungen er bereits sammeln konnte und inwiefern ihm zwei Stipendien dabei geholfen haben, berichtet er im Onlinemagazin.

Anpacken statt Däumchendrehen

Studieren und anderen helfen – das will Theresa Maria Beiermeister. Das Deutschlandstipendium ermöglicht ihr beides. Bei dem Programm geht es um mehr als nur Geld. Am 18. Oktober treffen sich Stipendiaten und Förderer bei der feierlichen Übergabe der Stipendienurkunden auch zum persönlichen Austausch. Beiermeister ist in diesem Jahr eine von zwei Stipendiaten der Vereinigung der Freunde und Förderer der Uni Halle (VFF). Für Präsident Dr. Ralf-Torsten Speler ist die Betreuung und Unterstützung Ehrensache.

„Das hätte ich ohne Deutschlandstipendium nicht geschafft“

Die Liste der Stipendienprogramme ist lang – vorausgesetzt man ist noch keine 30 Jahre alt. Als eines der wenigen altersunabhängigen Förderprogramme bietet das Deutschlandstipendium jedem die gleiche Chance. So auch Wiebke Schramm: Seit anderthalb Jahren wird die zweifache Mutter von der Papenburg AG gefördert. Dabei geht es nicht allein ums Geld, auch der persönliche Kontakt zwischen Stifter und Stipendiaten spielt eine zentrale Rolle. Heute haben Stifter und Studierende wieder Gelegenheit, sich bei einem Sommerfest im Biologicum am Weinberg-Campus besser kennenzulernen.

Start ins Studium als Deutschlandstipendiatin

Anne Kurzmann ist ein Glückspilz: Schon mit 16 konnte sie ein Schuljahr im US-Bundesstaat Washington verbringen, nach dem Abitur bewarb sie sich nur an der Uni Halle und wurde angenommen. Seit Oktober 2015 erhält als eine der jüngsten Stipendiatinnen der Uni Halle ein Deutschlandstipendium. Auch hier ist sie der Meinung: „Ich hatte einfach Glück“.

Deutschlandstipendium: In der Medienbranche stimmt die Chemie

Bei MDR Sputnik kümmert er sich um die Nachwuchsförderung, an der Universität Halle unterstützt Gerald Perschke eine Studentin mit einem Deutschlandstipendium. Der Jounalist gehört seit Oktober 2014 zu den wenigen privaten Stipendiengebern der Uni. Seitdem ist er oft mit seiner Stipendiatin Maria Göckeritz anzutreffen. Dabei fachsimpeln die beiden nicht nur über Berufliches. „Die Chemie zwischen ihnen stimmt“, sagt Perschkes Frau Dagmar.

Vom Labor bis zum Pferdestall

Gudrun Liebscher hat das Rad nicht neu erfunden, aber sie trägt viel dazu bei, es zum Rollen zu bringen. Erstmals testete die Biochemikerin ein vielversprechendes Hautkrebs-Präparat an Pferdezellen. Sogar in der Praxis kann sich das Heilmittel nun an einer Tierärztlichen Hochschule beweisen. Dahinter steckt die Hoffnung, dass der Wirkstoff in ferner Zukunft auch Menschen helfen kann.

Kasse und Karriere fördern: 64 Deutschlandstipendien vergeben

Nicht Sparen, sondern Geben stand gestern in der Aula der Universität Halle im Mittelpunkt: 64 neue Deutschlandstipendien konnten zum Wintersemester 2014/15 neu an Studierende vergeben werden. Förderer und Stipendiaten kamen zu Wort und zeigten, dass hinter der Idee des Stipendiums mehr steckt, als allein die Gelder, mit denen Stifter Studierende unterstützen.

Zahl der Deutschlandstipendien steigt

Zum Auftakt blies die Musikstudentin Anja Göbel ins Horn. 57 neue Deutschlandstipendien konnte die Martin-Luther-Universität diesmal vergeben. Das schwungvoll vorgetragene Allegro aus einer Telemann-Sonate für Horn und Klavier sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Deutschen Saal der Franckeschen Stiftungen zu Halle. Nicht zuletzt ist die Hornistin selbst eine der Studierenden, die sich in diesem Wintersemester über ein Deutschlandstipendium freuen können.