Geologie

Zwischenstopp in Halle: Chinesen informieren sich über 3D-Geologie

15 Gäste aus China haben sich am Dienstagvormittag, 27. Juni, am Fachgebiet Hydro- und Umweltgeologie der Universität Halle über die geologische 3D-Modellierung informiert. Vor allem für die Stadtplanung und -entwicklung von Millionenmetropolen wie Shanghai sind digitale 3D-Modelle des städtischen Untergrunds von großem Interesse. Halle ist der einzige deutsche Zwischenstopp auf der Europa-Reise der Chinesen.

Die Studentinnen Marissa Reiß (links) und Daniela Schulz (rechts) wollen auf den Tourismus in Halle rund ums Wasser aufmerksam machen. (Foto: Jan-Luca Müller)

Wassertourismus: Studierende informieren über Angebote in Halle

Für alle, die Halle am und auf dem Wasser kennenlernen wollen, gibt es jetzt das Onlineportal WATIS. Studierende unter der Leitung von Dr. Detlef Thürkow, Technischer Leiter für Kartographie und Geoinformation an der Uni Halle, haben die Website ins Leben gerufen, die über den Wassertourismus in Halle informiert. Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 23. Juni werden sie das Projekt gemeinsam mit Detlef Thürkow vorstellen.

Kunst trifft Geologie

Taugen geologische 3D-Glasmodelle als Grundlage für ein Kunstprojekt? Den Beweis tritt die Ausstellung „Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention“ an. Sie zeigt, wie sich acht Künstlerinnen und Künstler mit den geologischen Besonderheiten der Stadt Halle auseinandersetzen. Grundlage dafür war ein künstlerischer Workshop mit dem Geologen Prof. Dr. Peter Wycisk. Das Stadtmuseum zeigt die Ausstellung noch bis zum 19. März.

Eiszeit in Äthiopien: Zuflucht im Hochgebirge?

Sind die Menschen in Äthiopien während der letzten großen Eiszeit vor 16.000 Jahren in die Berge geflohen? Das erforscht ein internationales Team aus Bodenkundlern, Archäologen und Biologen im neuen Projekt „The Mountain Exile Hypothesis“. Dafür reisen hallesche Bodenkundler künftig in das Sanetti-Hochplateau und untersuchen den Boden mit modernen biogeochemischen Methoden auf Jahrtausende alte Spuren von Menschen.

Lange Nacht: Hydrogeologie im „Kiosk-Prinzip“

Noch neun Tage bis zur Langen Nacht der Wissenschaften am 1. Juli – mit Hochdruck wird jetzt an vielen Instituten am Programm gefeilt. So auch im Fachgebiet Hydro- und Umweltgeologie: Mit zehn verschiedenen Angeboten beteiligt sich das Team um Dr. Wolfgang Gossel. Zwölf Lange Nächte hat Gossel schon mitgestaltet. Immer wieder haben die Hydrogeologen ihren Auftritt den Interessen der Besucher angepasst und so ihr Programm im Laufe der Jahre perfektioniert.

Peter Wycisk

Wissenschaft in Szene setzen

Geologie begreifbar machen: Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Wycisk erstellt seit 2007 geologische 3D-Glasmodelle, die deutschlandweit großen Anklang finden. Die Städte Halle, Staßfurt, Magdeburg und Berlin haben die Forscher schon abgebildet – Wien und Halle-Neustadt wurden gerade fertig gestellt. Im Interview spricht Peter Wycisk über seine Motivation, wissenschaftliche Forschung anschaulich zu gestalten.

Forscher präsentieren größtes geologisches Lasergravur-Modell

55 Kilogramm linsenreines Kristallglas: Pünktlich zur Ausstellung im Geozentrum in Hannover ist das größte gläserne 3D-Geologie-Modell Deutschlands fertig gelasert. Noch bis zum 19. Dezember sind der Staßfurter Salzsattel und weitere einzigartige Untergrund-Modelle in der Ausstellung der Fachgruppe Hydro- und Umweltgeologie der Martin-Luther-Universität zu sehen.

3D-Modell des geologischen Untergrunds von Magdeburg. Foto: Peter Wycisk

Ministerium zeigt Einblick in die Magdeburger Unterwelt

Auch Magdeburg hat einen Untergrund – genau genommen sogar dreidimensional und zusätzlich in Glas gelasert. Was die Geologen Interessantes über die Unterwelt wissen, dass zeigt dem Laien ein anschauliches Modell im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft. Heute wurde es von Minister Hartmut Möllring enthüllt. Angefertigt wurde es in einer Kooperation der Uni Halle und dem Landesamt für Geologie und Bergwesen.

3D-Druck: Vom Greifen und Begreifen

Kugel-Stab-Modelle waren gestern – 3D-Druck-Modelle sind heute. Verhilft Wissenschaftlern die moderne Technik zu einem besseren Verständnis dessen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“? Scientia halensis sprach mit zwei Forschern der MLU über ihre Erfahrungen bei der Erkundung des 3D-Drucks und über dessen Nutzen, Nachteil und Zukunftsfähigkeit.