Leucorea

Ein neuer Blick auf die Reformation – Internationaler Kongress in Wittenberg

Die führenden Reformationsforscher aus aller Welt reisen für den Kongress „Kulturelle Wirkungen der Reformation“ im August nach Wittenberg. Die internationale Tagung, die vom 7. bis zum 11. August an der Stiftung Leucorea stattfindet, wird vom Universitätsbund Halle-Jena-Leipzig ausgerichtet, Schirmherrin ist Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Über das Programm und die Aufgabe der Wissenschaft im Jubiläumsjahr spricht Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke, Rektoratsbeauftragter für das Reformationsjubiläum der Uni Halle und Vorstandsvorsitzender der Leucorea.

Luthers Leucorea: Forschung in Wittenberg

Dort, wo Martin Luther einst in Wittenberg lehrte, erforschen heute Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Geschichte und Wirkung der Reformation interdisziplinär. Zwei durch das Land Sachsen-Anhalt geförderte Forschungsprojekte widmen sich diesen Themen an der Leucorea, Stiftung an der Universität Halle.

20 Jahre Stiftung Leucorea: Ein Blick zurück

1995 wurde die Stiftung Leucorea in Wittenberg eröffnet. Anlässlich der Disputation am Reformationstag blickte Alt-Rektor Prof. Dr. Dr.-Ing. Gunnar Berg auf die Geschichte der Stiftung sowie die Wurzeln der Universität in Wittenberg zurück. Das Unimagazin fasst anhand seiner Festrede die wichtigsten Stationen zusammen.

Von Bildern, Ringen und der richtigen Religion

Dürfen wir uns ein Bild von Gott machen? Islam, Judentum oder Christentum – welche Religion ist die richtige? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die 22. Disputation der Martin-Luther-Universität am Reformationstag in der Leucorea in Wittenberg. Das Publikum erlebte eine spannende Diskussion zum Thema „Heilige Schrift – ewige Wahrheit oder alte Geschichten?“, die durch die Thesen des Ägyptologen Jan Assmann immer wieder angefeuert wurde.

Das Luther-Jubiläum als Motor für die Forschung

Martin Luther schlug am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablass an das Portal der Wittenberger Schlosskirche. Damit initiierte er die reformatorische Bewegung, die in der Folgezeit Theologie, Kirche und Gesellschaft grundlegend veränderte. Im Jahr 2017 liegt dieses Ereignis 500 Jahre zurück. Weltweit ist das Jubiläum Anlass für eine Vielzahl wissenschaftlicher, kirchlicher und kultureller Veranstaltungen. Auch die Martin-Luther-Universität, die den Namen des großen Reformators trägt, würdigt dieses Jubiläum mit einem breiten Spektrum akademischer Initiativen und Angebote.

Acht Thesen legte Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, vor (Foto: Achim Kuhn)

Disput ohne Streit

„Wie politisch ist die Kirche?“ – So lautete die große Frage, die in diesem Jahr zum Reformationstag über der wissenschaftlichen Disputation der Martin-Luther-Universität in Wittenberg stand. Damit orientierte sich die Universität an der Themenfolge der Luther-Dekade, die das Jahr 2014 unter das Motto „Reformation und Politik“ stellt. Das nunmehr 21. Streitgespräch in diesem Rahmen lockte wieder zahlreiche Zuhörer in den Festsaal der Leucorea.