Medien

Arbeiteten AP und das NS-Regime zusammen?

Für etwa zwei Tage war Harriet Scharnberg wohl eine der gefragtesten deutschen Historikerinnen weltweit: Der Guardian, die New York Times, die Süddeutsche, die Zeit, die FAZ – sie alle berichteten über die Entdeckung der Forscherin, die am Institut für Geschichte in Halle promoviert. Scharnberg hatte herausgefunden, dass die US-amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press (AP) bis 1941 die Nationalsozialisten mit Fotos für Hetz-Broschüren belieferte.

CHE-Studie: Hallesche Studierende lernen digital

Videos, Wikis und E-Klausuren: Studierende der Uni nutzen vielfältige digitale Lernmöglichkeiten. In den Fächern Geowissenschaften, Pharmazie und Politikwissenschaften gehören sie deutschlandweit zu den Spitzenreitern im digitalen Lernen. Das hat kürzlich eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) im Rahmen des Hochschulforums Digitalisierung ergeben. Rund 27.000 Studierende von 153 deutschen Hochschulen nahmen an der Umfrage zu Studien- und Lerngewohnheiten teil.

Kennenlernen à la carte

Halle, das heißt Händel, das heißt Halloren und Kunst. Dass die Saalestadt gleichsam mit zahlreichen national und international agierenden Medienunternehmen aufwarten kann, fällt dabei schnell unter den Tisch. Die Veranstaltung „Meet & Eat“ sollte das ändern und ließ Vertreter lokaler Medienunternehmen zusammen mit Studierenden der MLU den Kochlöffel schwingen.

Auf diesem Sender moderiert kein Mensch

In Wien gibt es künftig ein Radio ohne Moderatoren, zumindest ohne menschliche Moderatoren. Statt einer Person soll auf dem Sender „Mein Kinderradio“ künftig der computergenerierte „Radino“ durchs Programm führen. Gegründet wurde der Sender von Thomas Rybnicek, der in Halle via berufsbegleitendem Studium seinen Masterabschluss gemacht hat.

Halle im Nanofieber

Bei der zweiten Auflage des Nano-Kurzfilmfestivals „nanospots“ ging der Preis nach Halle: Die beiden Physiker Benjamin Gesemann und Peter Nolte gewannen mit ihrem humorvollen Film „Dr. Pfiffig“ den ersten Platz und ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Insgesamt wurden elf Filme im Studio Halle gezeigt, die sich aus ganz verschiedenen Perspektiven mit dem Thema Nanowissenschaft auseinander gesetzt haben.

Dem Radio reicht das Hören nicht mehr aus

Alle Medien haben mit der so genannten Digitalisierung zu kämpfen: Zeitungen klagen über mangelnde Absatzzahlen ihrer Printausgaben, TV-Sender bekommen von Youtube Konkurrenz und auch das Radio muss mit Musikstreaming-Diensten wie Spotify um die Aufmerksamkeit der Hörer kämpfen. Welche neuen Wege das alte Medium dabei beschreiten kann, die über das Hören hinausgehen, wurde auf der Tagung „Digitale Sinneskulturen des Radios“ am vergangenen Wochenende besprochen.