Michael Ruprecht

Udo Sträter, Michael Ruprecht und Holger Stahlknecht betrachten das Horoskop, mit dem der Gründungstag der Universität Wittenberg errechnet wurde. (Foto: Markus Scholz)

Gedächtnis der Universität: Archiv am neuen Standort wiedereröffnet

Staubig, dunkel und verwinkelt? Im 250. Jahr des Bestehens des Archivs der Universität präsentiert sich das Gedächtnis der Hochschule modern und nutzerfreundlich an einem neuen Ort mitten in der Innenstadt von Halle. Zur offiziellen Eröffnung, die gestern im Rahmen der Festwoche zur 200. Wiederkehr der Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg stattfand, war auch der zuständige Mann im Kabinett – Innenminister Holger Stahlknecht – zu Gast.

Der Umzug des Universitätsarchivs von der Pfännerhöhe in die Dachritzstraße erfordert viel Planung und Manneskraft. (Foto: Maike Glöckner)

Neues Archiv für alte Uni-Schätze

Konstant 18 Grad und 55 Prozent Luftfeuchtigkeit – in den Räumen des neuen Universitätsarchivs in der Dachritzstraße ist es auch an warmen Tagen angenehm. Seit knapp zwei Wochen ist der Umzug in vollem Gang. Zehn Personen und zwei Lkw bringen die wertvollen Bestände aus der Pfännerhöhe an ihren neuen Bestimmungsort. Neu eröffnet wird das Archiv – übrigens im 250. Jahr seines Bestehens – in der Festwoche zum Uni-Jubiläum am 19. Juni.

Ausstellungsvorbereitung im Universitätsmuseum (Foto: Markus Scholz)

„Die combinierte Akademie“

Eine neue Ausstellung der Kustodie beschäftigt sich mit der Geschichte und Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg vor 200 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Universitätsmuseum verloren geglaubte Stücke aus der Geschichte der Universitäten, lässt Wittenberger Professoren zu Wort kommen und erklärt, warum ganze Bibliotheken auf Schiffen unterwegs waren. Die Vernissage findet am kommenden Mittwoch, 12. April, um 17 Uhr in der Aula im Löwengebäude statt.

Vom Hörsaal in den Schützengraben: Ausstellung zeigt Universität im Ersten Weltkrieg

Wer heute Anfang 20 ist, kann die Vorzüge des Studentenlebens in vollen Zügen genießen. Vor 100 Jahren wäre das undenkbar gewesen. Damals lagen über Deutschland und weiten Teilen Europas die Schatten des Krieges, und sie reichten in alle Bereiche der Gesellschaft hinein. Wie sehr, das zeigt eine Ausstellung, die am 22. Oktober im Universitätsmuseum offiziell eröffnet worden ist. „Trotz des Krieges!“ heißt sie und informiert in mehr als 100 Originaldokumenten darüber, wie es kurz vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg an der halleschen Universität aussah.

Archivleiter Dr. Michael Ruprecht . (Foto: Michael Deutsch)

Das Gedächtnis der Universität

Wüsste man nicht, dass sich in einem der Wohnhäuser in der Pfännerhöhe das Archiv der Martin-Luther Universität verbirgt, würde man an dem grauen, schmucklosen Haus vorbei laufen. Und doch öffnen sich dem Besucher die Türen zu den größten Schätzen, die eine Lehranstalt zu bieten hat.