Reformation

Buchmesse 2017: Unibund-Forum startet mit unterhaltsamem Podiumsgespräch

500 Jahre Reformation – für die drei mitteldeutschen Traditionsuniversitäten Halle, Jena und Leipzig Anlass genug, sich gemeinsam mit einem Veranstaltungsforum zum Thema „Reformation als Message“ auf der Leipziger Buchmesse zu präsentieren. Am Donnerstag wurde dieses mit einer launigen Podiumsdiskussion mit den Rektoren der drei im Universitätsbund kooperierenden Hochschulen eröffnet.

(Grafik: behnelux gestaltung, unter Verwendung von Wikimedia Commons, User: Fa, Botaurus, CranachCCCP, Trzęsacz)[]:]

Was bleibt?

Martin Luther gibt es als Playmobil-Figur und als Nudelmotiv. Niemand entkommt dem Antlitz des Reformators im Jubiläumsjahr 2017. Aber was hat die Reformation noch mit der Gegenwart zu tun? Jede Menge, sagen Wissenschaftler der Universität Halle aus ganz unterschiedlichen Disziplinen. Denn das Vermächtnis der Reformation reicht weit über die Theologie hinaus.

Luthers Leucorea: Forschung in Wittenberg

Dort, wo Martin Luther einst in Wittenberg lehrte, erforschen heute Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Geschichte und Wirkung der Reformation interdisziplinär. Zwei durch das Land Sachsen-Anhalt geförderte Forschungsprojekte widmen sich diesen Themen an der Leucorea, Stiftung an der Universität Halle.

Der Internationale Schleiermacher-Kongress »Reformation und Moderne« findet vom 5. bis zum 8. März in den Franckeschen Stiftungen in Halle statt. (Grafik: Schleiermacher-Gesellschaft e.V.)

Schleiermacher – ein Reformator der Moderne?

Friedrich Schleiermacher war einer der wichtigsten Denker des 19. Jahrhunderts. Der Theologe trug entscheidend dazu bei, dass das Erbe Luthers in die Moderne übertragen werden konnte. Die Internationale Schleiermacher-Gesellschaft veranstaltet anlässlich des Reformationsjubiläums vom 5. bis zum 8. März einen Schleiermacher-Kongress in Halle. Im Interview spricht der Theologe und Gesellschaftsvorsitzender Prof. Dr. Jörg Dierken über die Bedeutung Schleiermachers und die Ziele des Kongresses.

„Luthers Land“: Geowissenschaftler blicken auf die Reformation

500 Jahre nach Luthers berühmtem Thesenanschlag beschäftigen sich längst nicht nur Theologen und Historiker mit der Reformation. Auch Geowissenschaftler der Universität Halle steuern ihre Erkenntnisse bei: In der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau“ verknüpfen sie die aktuelle Geographie Mitteldeutschlands mit einer historischen Perspektive.

Neujahrsempfang mit Witz und ernsten Worten

Über 200 Gäste hat Rektor Prof. Dr. Udo Sträter zum Neujahrsempfang der Martin-Luther-Universität am vergangenen Freitag begrüßt. In seiner Rede blickte der Rektor auf das vergangene Jahr zurück und sprach auch über die Themen, die 2017 an der Universität Halle eine Rolle spielen werden. Oberbürgermeister Bernd Wiegand, Vertreter der Stadt sowie aus Wirtschaft, Wissenschaft, Land- und Bundestag und Uni-Angehörige waren in die Harzmensa gekommen. Die Landesregierung war durch Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann und Bildungsminister Marco Tullner ebenfalls vertreten.

Luthers Erbe

„Wer etwas will anfangen, der mag es beizeiten tun.“ So plauzte der schlagfertige Reformator Martin Luther vor einem halben Jahrtausend wohl jeden an, der im Umgang mit kostbarer Zeit sündigte. Ganz sicher wäre der Reformator, der am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels an die Tür der Wittenberger Schlosskirche gehämmert haben soll, heute zufrieden. Zufrieden mit den guten Geistern seiner Alma Mater, die das 500-jährige Reformationsjubiläum mit vorbereiten.

20 Jahre Stiftung Leucorea: Ein Blick zurück

1995 wurde die Stiftung Leucorea in Wittenberg eröffnet. Anlässlich der Disputation am Reformationstag blickte Alt-Rektor Prof. Dr. Dr.-Ing. Gunnar Berg auf die Geschichte der Stiftung sowie die Wurzeln der Universität in Wittenberg zurück. Das Unimagazin fasst anhand seiner Festrede die wichtigsten Stationen zusammen.