Universitätsarchiv

Eva und Helge Haun übergaben dem Leiter des Uniarchivs Dr. Michael Ruprecht (Mitte) unter anderem eine Mappe mit Briefen an und von Prof. Dr. Gottfried Bernhardy (Foto: Markus Scholz)

Einblicke in das Privatleben eines Professors

Einer spät entdeckten und unvermuteten Verwandtschaft verdankt das Universitätsarchiv der Uni Halle einen interessanten Neuzugang: Briefe, Reiseberichte und private Dokumente aus dem Nachlass des halleschen Philologen und ehemaligen Rektors Prof. Dr. Gottfried Bernhardy bereichern seit Kurzem den Fundus der Einrichtung. Ihr Leiter, Dr. Michael Ruprecht, nahm die historischen Quellen aus dem Privatbesitz des Ehepaars Eva und Helge Haun aus Wolfen entgegen. Der ehemalige Polizeibeamte Haun ist ein direkter Nachfahre Bernhardys.

Udo Sträter, Michael Ruprecht und Holger Stahlknecht betrachten das Horoskop, mit dem der Gründungstag der Universität Wittenberg errechnet wurde. (Foto: Markus Scholz)

Gedächtnis der Universität: Archiv am neuen Standort wiedereröffnet

Staubig, dunkel und verwinkelt? Im 250. Jahr des Bestehens des Archivs der Universität präsentiert sich das Gedächtnis der Hochschule modern und nutzerfreundlich an einem neuen Ort mitten in der Innenstadt von Halle. Zur offiziellen Eröffnung, die gestern im Rahmen der Festwoche zur 200. Wiederkehr der Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg stattfand, war auch der zuständige Mann im Kabinett – Innenminister Holger Stahlknecht – zu Gast.

Der Umzug des Universitätsarchivs von der Pfännerhöhe in die Dachritzstraße erfordert viel Planung und Manneskraft. (Foto: Maike Glöckner)

Neues Archiv für alte Uni-Schätze

Konstant 18 Grad und 55 Prozent Luftfeuchtigkeit – in den Räumen des neuen Universitätsarchivs in der Dachritzstraße ist es auch an warmen Tagen angenehm. Seit knapp zwei Wochen ist der Umzug in vollem Gang. Zehn Personen und zwei Lkw bringen die wertvollen Bestände aus der Pfännerhöhe an ihren neuen Bestimmungsort. Neu eröffnet wird das Archiv – übrigens im 250. Jahr seines Bestehens – in der Festwoche zum Uni-Jubiläum am 19. Juni.

Archivar Michael Ruprecht zeigt dem Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (v.l.) die Matrikelbände der Universität. Foto: Maike Glöckner

Faszinierender Blick in die Uni-Magazine: Ministerpräsident besucht Bibliothek und Archiv

Sachsenspiegel-Handschriften von 1240, die prachtvollen Hallischen Schöffenbücher des 13. Jahrhunderts oder Kants eigenes mit Notizen versehenes Exemplar der „Kritik der praktischen Vernunft“ von 1788 – bei seinem heutigen Besuch ließ sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff ganz augenscheinlich von den Schätzen der Universitäts- und Landesbibliothek und des Archivs der Martin-Luther-Universität faszinieren.

Archivleiter Dr. Michael Ruprecht . (Foto: Michael Deutsch)

Das Gedächtnis der Universität

Wüsste man nicht, dass sich in einem der Wohnhäuser in der Pfännerhöhe das Archiv der Martin-Luther Universität verbirgt, würde man an dem grauen, schmucklosen Haus vorbei laufen. Und doch öffnen sich dem Besucher die Türen zu den größten Schätzen, die eine Lehranstalt zu bieten hat.