Wittenberg

Von Rom nach Wittenberg: Jurist läuft für Frieden und Demokratie

Über 1.500 Kilometer für Frieden, Demokratie und Toleranz haben sie bereits zurück gelegt: Von Rom aus, wo die Friedensläufer mit dem Segen Papst Franziskus’ gestartet sind, über die Berge der Toskana, kommen sie am Samstag nach Halle. Mitten unter ihnen: Dr. Daniel Neugebauer, ehemaliger Promovend der Uni Halle und Mitorganisator des Friedenslaufs von Rom 2017.

Ausstellungsvorbereitung im Universitätsmuseum (Foto: Markus Scholz)

„Die combinierte Akademie“

Eine neue Ausstellung der Kustodie beschäftigt sich mit der Geschichte und Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg vor 200 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Universitätsmuseum verloren geglaubte Stücke aus der Geschichte der Universitäten, lässt Wittenberger Professoren zu Wort kommen und erklärt, warum ganze Bibliotheken auf Schiffen unterwegs waren. Die Vernissage findet am kommenden Mittwoch, 12. April, um 17 Uhr in der Aula im Löwengebäude statt.

20 Jahre Stiftung Leucorea: Ein Blick zurück

1995 wurde die Stiftung Leucorea in Wittenberg eröffnet. Anlässlich der Disputation am Reformationstag blickte Alt-Rektor Prof. Dr. Dr.-Ing. Gunnar Berg auf die Geschichte der Stiftung sowie die Wurzeln der Universität in Wittenberg zurück. Das Unimagazin fasst anhand seiner Festrede die wichtigsten Stationen zusammen.

Feste Regeln für Nachhaltigkeit weltweit? – Streitgespräch in Wittenberg

Zu Luthers Zeiten hängten Theologen ihre Thesen noch öffentlich aus, um anschließend mit anderen Gelehrten darüber zu streiten. In dieser Tradition steht die Disputation, zu der die Martin-Luther-Universität jedes Jahr am 31. Oktober nach Wittenberg einlädt. Worüber 498 Jahre nach Luthers Reformation gestritten wird, berichtet Ökonomie-Professor Oliver Holtemöller. Er wird die Veranstaltung in der Stiftung Leucorea am kommenden Samstag moderieren.

Von Bildern, Ringen und der richtigen Religion

Dürfen wir uns ein Bild von Gott machen? Islam, Judentum oder Christentum – welche Religion ist die richtige? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die 22. Disputation der Martin-Luther-Universität am Reformationstag in der Leucorea in Wittenberg. Das Publikum erlebte eine spannende Diskussion zum Thema „Heilige Schrift – ewige Wahrheit oder alte Geschichten?“, die durch die Thesen des Ägyptologen Jan Assmann immer wieder angefeuert wurde.

Das Luther-Jubiläum als Motor für die Forschung

Martin Luther schlug am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablass an das Portal der Wittenberger Schlosskirche. Damit initiierte er die reformatorische Bewegung, die in der Folgezeit Theologie, Kirche und Gesellschaft grundlegend veränderte. Im Jahr 2017 liegt dieses Ereignis 500 Jahre zurück. Weltweit ist das Jubiläum Anlass für eine Vielzahl wissenschaftlicher, kirchlicher und kultureller Veranstaltungen. Auch die Martin-Luther-Universität, die den Namen des großen Reformators trägt, würdigt dieses Jubiläum mit einem breiten Spektrum akademischer Initiativen und Angebote.

Acht Thesen legte Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, vor (Foto: Achim Kuhn)

Disput ohne Streit

„Wie politisch ist die Kirche?“ – So lautete die große Frage, die in diesem Jahr zum Reformationstag über der wissenschaftlichen Disputation der Martin-Luther-Universität in Wittenberg stand. Damit orientierte sich die Universität an der Themenfolge der Luther-Dekade, die das Jahr 2014 unter das Motto „Reformation und Politik“ stellt. Das nunmehr 21. Streitgespräch in diesem Rahmen lockte wieder zahlreiche Zuhörer in den Festsaal der Leucorea.

Der Akademische Senat auf dem Weg zur Leucorea. (Fotos: Maike Glöckner)

Die Toleranzbilanz

Blasphemie, rituelle Beschneidung und der Islam – spannender hätte man das Thema „Toleranz und Integration“ nicht diskutieren können. Auf der 20. Disputation am Reformationstag in Wittenberg zeigte sich nicht nur das winterliche Wetter der letzten Tage tolerant, auch die Disputanten aus Berlin, Göttingen und Halle blieben trotz unterschiedlicher Meinungen friedlich.