TEDxUniHalle: Zwischen Genetik, Kunst und Mathematik

Ein Tag, zwölf Vorträge und jede Menge neue Ideen aus Wissenschaft, Kunst, Kultur und Bildung. Das ist die Idee hinter „TEDx“, dem lokalen Ableger der weltweit erfolgreichen „TED-Talks“. Erstmals findet das Veranstaltungsformat auch in Halle statt: Am Donnerstag, 1. Juni, präsentieren Wissenschaftler, Designer und Kulturschaffende ihre neuen Ideen vor einem 100-köpfigen Publikum in der Aula der Universität. Die Vorträge werden auch via Livestream übertragen.

Modernes Design in alten Gemäuern

Der Design-Preis Halle ist an der Uni gut sichtbar: Auf dem Steintor-Campus und dem Uniplatz machen rote Bänke und Häuserecken neugierig auf den Preis. Und auch die Ausstellungsräume haben sich die Veranstalter in diesem Jahr Uni-nah gesucht: Im leerstehenden Gebäude der ehemaligen Physikalischen Chemie an der Mühlpforte 1. Damit würdigen sie einen besonderen und historischen Ort. Die Ausstellung ist dort ab heute zu sehen. Das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen beteiligt sich mit einem Begleitprogramm.

„Ich bin selbst noch nicht fertig“

Christsein heißt für Christiane Thiel auch: Querdenken und Aufmüpfig-Sein. Vor neun Monaten kam sie als neue Hochschul- und Studierendenpfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) nach Halle. Seitdem arbeitet sie daran, ihre Gemeinde an der Uni und in der Stadt sichtbarer zu machen. Nebenbei probt sie mit dem neugründeten „PoPChor“, schreibt Liedtexte für den Kantor der Pauluskirche und betreibt Seelsorge auch mal am Smartphone.

Podiumsdiskussion: Was Lehrer lernen sollen

Der Lehrermangel an den Schulen ist derzeit Tagesgespräch in Sachsen-Anhalt. Wohl deshalb wurde die Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Jahrestagung des Projekts „Kasuistische Lehrerbildung für den inklusiven Unterricht“ (KALEI) mit großem Engagement geführt. Auch Bildungsminister Marco Tullner war am Freitag im Hallischen Saal der Universität Halle dabei.

Ehrendoktorwürde für Richter Josef Molkenbur

Für seine außerordentlichen Dienste in der Wissenschaft hat der Juristische Bereich der Uni Halle Dr. Josef Molkenbur, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt, am Mittwoch, 17. Mai, die Ehrendoktorwürde verliehen. An der feierlichen Ehrung in der Aula nahmen unter anderen Innenminister Holger Stahlknecht, Justizministerin Anne-Marie Keding und die Staatssekretärin im Bildungsministerium Edwina Koch-Kupfer teil.

Nach Halle holten die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) die Pulse-of-Europe-Bewegung. (Foto: JEF)

Pulse of Europe: Demonstrieren für ein vereintes Europa

Seit Anfang März demonstrieren sie jeden Sonntag auf dem Marktplatz in Halle: Die Anhänger der Bewegung „Pulse of Europe“ wollen den europäischen Gedanken mit Leben füllen und ein Zeichen für ein vereintes und demokratisches Europa setzen. Zu ihnen gehören unter anderem der Student David Horn und Prof. Dr. Stephan Feller von der Uni Halle.

Der Umzug des Universitätsarchivs von der Pfännerhöhe in die Dachritzstraße erfordert viel Planung und Manneskraft. (Foto: Maike Glöckner)

Neues Archiv für alte Uni-Schätze

Konstant 18 Grad und 55 Prozent Luftfeuchtigkeit – in den Räumen des neuen Universitätsarchivs in der Dachritzstraße ist es auch an warmen Tagen angenehm. Seit knapp zwei Wochen ist der Umzug in vollem Gang. Zehn Personen und zwei Lkw bringen die wertvollen Bestände aus der Pfännerhöhe an ihren neuen Bestimmungsort. Neu eröffnet wird das Archiv – übrigens im 250. Jahr seines Bestehens – in der Festwoche zum Uni-Jubiläum am 19. Juni.

Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen

Die Hälfte aller aktuellen Arzneistoffe ist nicht durch reine chemische Synthese entstanden, sondern basiert auf natürlichen Substanzen. Aspirin und Penizillin sind prominente Beispiele für solche biogenen Arzneistoffe. Welches noch unerkannte Potential in anderen Naturstoffen steckt, erforscht Prof. Dr. Timo Niedermeyer. Seit April hat er die Professur „Biogene Arzneistoffe“ in Halle inne.

Udo Sträter und Roboter Nao

„Hallo, bist du der Rektor?“ – Roboter Nao zu Besuch

Sie ist kaum 60 Zentimeter groß, zieht aber trotzdem alle Blicke auf sich. Die Rede ist von der Roboterdame Nao, die kürzlich das Rektorat der Uni Halle besucht hat. Der kleine Android dient dem Informatiker Prof. Dr. Wolf Zimmermann, Prorektor für Studium und Lehre, nicht nur als Anschauungsobjekt für seine Vorlesungen. Nao ist gleichzeitig auch Gegenstand neuer Forschungsarbeiten.

Spurensuche in Halle: Vergessene Philosophinnen und deutsche Metaphysiker

Nicht nur der Philosoph Christian Wolff werde international unterschätzt, auch die ersten deutschen Philosophinnen werden aus Sicht des Kanadiers Prof. Dr. Corey Dyck zu Unrecht vernachlässigt. Der Humboldt-Forschungsstipendiat will die Anfänge der deutschen Metaphysik erstmals umfänglich wissenschaftlich aufarbeiten. Dazu beschäftigt er sich auch an der Universität Halle intensiv mit der Geschichte der Intellektuellen des 18. Jahrhunderts.