Buchmesse 2017: Unibund-Forum startet mit unterhaltsamem Podiumsgespräch

500 Jahre Reformation – für die drei mitteldeutschen Traditionsuniversitäten Halle, Jena und Leipzig Anlass genug, sich gemeinsam mit einem Veranstaltungsforum zum Thema „Reformation als Message“ auf der Leipziger Buchmesse zu präsentieren. Am Donnerstag wurde dieses mit einer launigen Podiumsdiskussion mit den Rektoren der drei im Universitätsbund kooperierenden Hochschulen eröffnet.

Moot-Court in Kiew: Studierende qualifizieren sich für Weltfinale

Drei Studierende des juristischen Bereichs der Uni Halle haben bei der „ELSA Moot Court Competition on WTO Law“ in der europäischen Regionalrunde in Kiew das Halbfinale erreicht und sich damit für das Weltfinale in Genf qualifiziert. Zudem erhielten sie den Europameistertitel für den besten Klägerschriftsatz. Der Wettbewerb fand vom 17. bis zum 21. März in der Ukraine statt.

Was bleibt?

Martin Luther gibt es als Playmobil-Figur und als Nudelmotiv. Niemand entkommt dem Antlitz des Reformators im Jubiläumsjahr 2017. Aber was hat die Reformation noch mit der Gegenwart zu tun? Jede Menge, sagen Wissenschaftler der Universität Halle aus ganz unterschiedlichen Disziplinen. Denn das Vermächtnis der Reformation reicht weit über die Theologie hinaus.

Luthers Leucorea: Forschung in Wittenberg

Dort, wo Martin Luther einst in Wittenberg lehrte, erforschen heute Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Geschichte und Wirkung der Reformation interdisziplinär. Zwei durch das Land Sachsen-Anhalt geförderte Forschungsprojekte widmen sich diesen Themen an der Leucorea, Stiftung an der Universität Halle.

„Er war Weltpolitiker, Europäer, Architekt der Einheit und Freund der Uni“

Er wäre am Dienstag 90 Jahre alt geworden: Hans-Dietrich Genscher. Anlässlich der 25-jährigen Wiederkehr der Verleihung der Ehrensenatorwürde an den ehemaligen Außenminister und Alumnus der Hochschule hat ihn die Universität mit einer Festveranstaltung geehrt. Hochrangige Vertreter und Wegbegleiter Genschers aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren zu Gast in der Aula des Löwengebäudes.

Zeitumstellung: Die Sommerzeit sorgt für Unzufriedenheit – aber nur kurzfristig

Am 26. März werden die Uhren in der Nacht wieder eine Stunde vorgestellt. Das sorgt nicht nur bei Langschläfern für Unmut: In weiten Teilen der Bevölkerung verursacht die Zeitumstellung einen Mini-Jetlag, Konzentrationsprobleme und eine schlechtere Stimmung. Die Effekte halten bis zu zwei Wochen an. Wirtschaftsforscher der Unis in Halle und Nürnberg haben herausgefunden, welche Bevölkerungsgruppen am meisten davon betroffen sind und auch mögliche Gründe dafür benannt.

„Vom Abendland“: Wissenschaft trifft auf Theater

„Kunst und Wissenschaft“ heißt eine neue Veranstaltungsreihe des Puppentheaters Halle. Regelmäßig werden Forscher dazu eingeladen, Theaterstücke und die Themen der Inszenierungen wissenschaftlich zu betrachten und ihre Perspektive mit dem Publikum teilen. Der Indologe Prof. Dr. Walter Slaje traf gestern im Puschkinhaus auf das Theaterstück „Vom Abendland“ und beschäftigte sich in seinem Einführungsvortrag unter anderem mit der Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Morgenland und Abendland?

Burkhard Schnepel

Indian Ocean Studies: Wie Ideen auf Reisen gehen

Die Globalisierung ist nicht neu. Wenn man so will, hat sie ihre Anfänge im 16. Jahrhundert. Damals waren Seeleute im Indischen Ozean und auf anderen Weltmeeren unterwegs. Damit einher ging ein reger Austausch: Händler brachten Waren, Sprachen und Ideen mit. – All das waren Einflüsse, die heute in den „Indian Ocean Studies“ untersucht werden. Dazu forscht der Ethnologe Prof. Dr. Burkhard Schnepel. In Kooperation mit dem hiesigen Max-Planck-Institut hat er ein einmaliges Netzwerk geschaffen.

Hat die Kleinstadt eine Zukunft?

Lange Zeit ist die Kleinstadt in der Forschung zu kurz gekommen. Vom 16. bis zum 18. März wird ihr jetzt an der Uni Halle eine internationale Tagung gewidmet. Literatur- und Sozialwissenschaftler, Landschaftsplaner und Kommunalpolitiker diskutieren am Steintor-Campus darüber, wie sich die Frage nach der Zukunft der Kleinstädte mit Hilfe der Kleinstadtliteratur beantworten lässt. Im Rahmen der Veranstaltung liest auch der Schriftsteller Ingo Schulze aus seinen Werken.