Zusätzlich zum Stipendium gab es für Tobias Hübotter (Mitte) ein paar Backmischungen von Kathi-Geschäftsführer Marco Thiele (links). (Foto: Maike Glöckner)

Zusätzlich zum Stipendium gab es für Tobias Hübotter (Mitte) ein paar Backmischungen von Kathi-Geschäftsführer Marco Thiele (links). (Foto: Maike Glöckner)

Auf das Gesamtpaket kommt es an

„Durch das Deutschlandstipendium wird bei mir vieles entspannter werden“, freut sich Tobias Hübotter. Er ist einer der 35 Deutschland-Stipendiaten an der Uni Halle. „Mein Vermieter hat vor kurzem die Miete erhöht“, erzählt der Student der Betriebswirtschafts- und der Volkwirtschaftslehre. Durch die zusätzlichen 300 Euro pro Monat bleibt dem gebürtigen Wanzleber der Umzug aus seiner Wohnung erspart. Außerdem will Tobias „endlich“ damit anfangen, regelmäßig Tageszeitungen zu lesen. „Um über wirtschaftliche Themen informiert zu bleiben.“ Bisher hatte ihm für die regelmäßige Zeitungslektüre noch das Geld gefehlt.

Das Stipendium wurde ihm von der Kathi Rainer Thiele GmbH gestiftet. Deshalb gab es am vergangenen Mittwoch nicht nur eine Zeugnisurkunde für Tobias: Ein prall gefüllter Präsentkorb mit zahlreichen Backmischungen wurde ihm von Kathi-Geschäftsführer Marco Thiele übergeben. Zum selber backen, natürlich. Tobias hatte schon seit einiger Zeit nach einem geeigneten Stipendium für sich gesucht. Bei seiner Recherche war ihm das Deutschlandstipendium aufgefallen, „weil es einfach ein Leistungsstipendium ist und nicht mit irgendeiner Parteimitgliedschaft in Verbindung steht.“

Tobias glaubt, dass er nicht nur mit seinen guten Noten gepunktet hat: „Ich engagiere mich auch privat sehr stark.“ So leitet er zum Beispiel in seiner Freizeit den Tischtennisverein Post TSV Halle und ist in der studentischen Unternehmensberatung „Campus Contact Halle e. V.“ tätig. Außerdem ist er als Hilfskraft am Lehrstuhl für Statistik von Frau Prof. Dr. Claudia Becker angestellt. „Wenn man sich überall engagiert, hat man gute Chancen auf ein Stipendium“, so der 21-Jährige.

Gesellschaftliches aber auch finanzielles Engagement ist für den Studenten sehr wichtig. Gerade durch die Urkunden-Vergabe sei ihm klar geworden, welchen hohen Stellenwert die Förderkultur in Deutschland haben sollte. „Und wenn man selbst genug Geld hat, kann man auch etwas davon abgeben.“ Deshalb kann er sich auch gut vorstellen, später einmal selbst ein Stipendium für engagierte, junge Menschen zur Verfügung zu stellen.

Text: Tom Leonhardt

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