Von Leipzig über Usbekistan nach Halle: Seit Januar leitet Dr. Manja Hussner das neue International Office der MLU. (Foto: Maike Glöckner)

Neues International Office: Weltweit für die Uni aktiv

Das Team des neuen International Office der Universität hat entsprechend der Internationalisierungsstrategie seine Arbeit aufgenommen. Mobilität, Betreuung, internationale Forschung und Graduiertenförderung stehen dabei im Mittelpunkt. Am 1. Januar 2012 übernahm Dr. Manja Hussner die Leitung. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz im Universitätsring 19/20.

„Eine höchst reizvolle Aufgabe sehe ich darin, die Internationalisierungsstrategie der halleschen Universität gemeinsam mit dem Team des Büros umzusetzen und weiterzuentwickeln”, sagt Manja Hussner. „Die Universität in Halle hat bereits viele Pfunde, mit denen sie wuchern kann, daran will das neue Büro anknüpfen und diese noch ausbauen. Ich freue mich auf meine interessante Tätigkeit in Halle und insbesondere die Zusammenarbeit mit den Partnern der Region und aus dem Ausland.“

Das Team des neuen International Office auf der Internationalen Woche an der MLU 2011 (Foto: Maike Glöckner)

Das Team des neuen International Office auf der Internationalen Woche an der MLU 2011 (Foto: Maike Glöckner)

Das Büro sieht sich als Servicestelle für Ausländer aber auch für Uniangehörige, die Infos über Auslandsaufenthalte, Förderprogramme und Drittmittel benötigen. Es gliedert sich in die Referate: Internationale Studienangelegenheiten, Internationale Forschung und Internationales Servicebüro. Hinzu kommt die Internationale Graduiertenakademie (InGra). An neuen Ideen mangelt es dabei nicht. Zum Beispiel im Zuge des Universitätsverbundes Halle-Leipzig-Jena: „Die drei Leiter der Internationalen Büros verabredeten bereits im Januar ein Treffen, um über künftige gemeinsame Auftritte nachzudenken, unter anderem auf internationalen Bildungsmessen.“

Nachwuchs für Halle gewinnen
„Es gilt jetzt anhand einer Internationalisierungslandkarte erstmal zu klären, was wir in Halle schon haben und wie es dann fortgeführt bzw. erweitert werden kann“, beschreibt Hussner die ersten Schritte. Eine konkrete und ganz akute Herausforderung stelle dabei der sich abzeichnende künftige Mangel an (ausländischen) Master-Studenten und Doktoranden dar. Wie kann man dem vorbeugen und entgegentreten? Wichtig sei, Nachwuchswissenschaftler für Halle zu gewinnen, indem sie eine sehr gute Betreuung an der Uni erfahren und sich nicht nur an die Hochschule, sondern auch an den Standort gebunden fühlen. Ziel ist, dass sie gute Studien- und Forschungsergebnisse erzielen. Nicht zuletzt sollten ihnen auch nach dem Abschluss Möglichkeiten für eine berufliche Karriere aufgezeigt werden, damit die Uni nicht nur die Ausländer ausbildet, sondern frühzeitig auch in die regionale Wirtschaft einbindet.

Die Zuordnung des neuen Internationalen Büros zum Rektorat und sein Status als Stabsstelle des Prorektorats für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs hat Signalcharakter. „Sie soll deutlich machen, welch ein hoher Stellenwert dem Thema Internationalisierung seitens des Rektorats zugemessen wird“, erklärt die Prorektorin Gesine Foljanty-Jost. Mit der neuen Arbeitsstruktur ist die MLU im Sinne der Internationalisierung gut sichtbar aufgestellt. Künftig soll in jedem Jahr zu Beginn des Wintersemesters an der Universität eine Internationale Woche stattfinden, die als Forum für alle internationalen Aktivitäten der Universitätsmitglieder sowie ihrer ausländischen und regionalen Partner dienen soll. „Die Stadt, die Region und das Land Sachsen-Anhalt sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vor Ort sind für uns wichtige Partner bei der Gestaltung offener und toleranter Lebens- und Arbeitsbedingungen für ausländische Universitätsmitglieder“, so Foljanty-Jost.
Text: Ute Olbertz

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