Julia Mertens (links) und Lena Gerlach (rechts) mit MLU-Studienbotschafterin Julia Ritter (Mitte) (Foto: Michael Deutsch)

Julia Mertens (links) und Lena Gerlach (rechts) mit MLU-Studienbotschafterin Julia Ritter (Mitte) (Foto: Michael Deutsch)

80 Hessen testen nicht nur die Uni

Seit gestern testen wieder rund 80 Schüler aus Rotenburg die MLU – sowie die ein oder andere Cocktailbar. Mehr Zeit verbringen die Gäste von der Jakob-Grimm-Schule aber in den Laboren, Bibliotheken und Hörsälen der Uni. Besonders die Vorlesungen zur Experimentellen Physik und zur Allgemeinen Psychologie kamen bei den Schülern gut an. Noch bis morgen werden die Gymnasiasten bei ihrem Besuch in der Saalestadt von Studierenden, die sich bei der Jugenduniversität Halle engagieren, von Studienbotschaftern und dem Prologe-Projekt zur Studienorientierung begleitet.

 

Die hessische Schule ist Prime-Gymnasium der Martin-Luther-Universität. Anlass der Reise war die Erneuerung des Vertrags zwischen den beiden Partnern. Vor zwei Jahren wurde die Jakob-Grimm-Schule als 15. „Martin-Luther-Universität Prime-Gymnasium“ in die Reihe der Gymnasien aufgenommen, mit denen die MLU eine besondere Kooperation pflegt. Das Besuchsprogramm ist eines von mehreren Angeboten, die Schüler für ein Studium an Sachsen-Anhalts größter Hochschule begeistern sollen. Weitere Beispiele sind das Schülerlabor auf dem Weinberg Campus und das Frühstudium für begabte Gymnasiasten. (kurz notiert von: Corinna Bertz)

 

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Kommentare [ 8 ]

1 Tim S. schrieb am 08.07.2012 um 14:51

Finde ich gut, dass Herr Prof. Klösgen nachfragt. Wichtig wären mir aber auch mal die Meinungen der Schüler?

2 Ralf Bernd Klösgen schrieb am 29.06.2012 um 17:15

Na immerhin, ist doch besser als nichts. Wenn alle auswärtigen Partnergymnasien vergleichbare Werte aufweisen, kommt ja schon mal etwas zusammen. Es ist also gar nicht so schrecklich, Daten, die man erhebt, auch zu veröffentlichen. Schöne Grüße, Ralf Bernd Klösgen

3 Corinna Bertz schrieb am 27.06.2012 um 9:03

Ich habe heute Morgen folgende Zahlen erhalten: Im WS 11/12 gab es drei Einschreiber, für das WS 12/13 gibt es bereits vier Bewerbungen aus Rotenburg. Die Jakob-Grimm-Schule ist das einzige Gymnasium im Ort. Viele Grüße Corinna Bertz

4 Ralf Bernd Klösgen schrieb am 22.06.2012 um 17:55

Danke für die umfangreichen Ausführungen. Als Naturwissenschaftler habe ich allerdings ein gewisses Faible für exakte Daten und traue mir auch zu, sie selber beurteilen und einordnen zu können, noch dazu mit all der Hilfestellung. Da die Daten ja offenbar erhoben werden (oder was bedeutet "ein Auge darauf werfen" sonst?), spricht doch nichts dagegen, sie einfach mal zu nennen. Sonst könnte man ja glatt auf den Gedanken kommen, dass kein einziger der Eingeladenen jemals das Studium hier aufgenommen hätte. Übrigens, mit meinem Ansinnen passe ich doch auch wunderbar zur Kampagne "Ich will wissen!". Schönes Wochenende, Ralf Bernd Klösgen

5 Corinna Bertz schrieb am 22.06.2012 um 14:30

Das Projekt wird evaluiert und dabei spielen natürlich auch die Einschreibezahlen eine gewisse (in diesem Fall aber untergeordnete) Rolle. Die anderen, in diesem Fall wichtigeren Aspekte wie bspw. Imageaufbau für die Universität, Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Gymnasien durch konkrete Aktivitäten etc. lassen sich leider kaum quantifizieren. Da nicht zu verhindern ist, dass der gesamte Projekterfolg ausschließlich an Einschreibezahlen fest gemacht wird, verzichten wir auf die öffentliche Publikation. Intern wird schon ein Auge darauf geworfen - dies aber eben immer auch mit Blick auf die oben genannten Intentionen dieser konkreten Aktivität. Wenn Sie mehr Details zur Evaluation bzw. den explizit für die Rekrutierung von neuen Studenten entwickelten Strategien und Aktivitäten erfahren möchten, wird Ihnen Herr Torsten Evers, Leiter des Hochschulmarketings, gern Auskunft geben: torsten.evers@rektorat.uni-halle.de, Telefon: 55 21317. Einen ersten Überblick gibt auch die Internetseite des Hochschulmarketings unter www.marketing.uni-halle.de Sie werden sehen, dass die von Ihnen kommentierte Maßnahme nur eine Facette eines sehr komplexen Marketing-Ansatzes im Rahmen der Kampagne "ich will wissen!" ist und schon allein deshalb keine besondere Bedeutung beim Marketing-Controlling hat. Die Entscheidung für ein Studium ist letzlich durch eine Fülle von Einflussfaktoren determiniert - es wäre naiv von uns anzunehmen, ein Schülerbesuch allein könnte eine durchaus anspruchsvolle "Kundschaft" überzeugen. Beste Grüße Corinna Bertz

6 Ralf Bernd Klösgen schrieb am 22.06.2012 um 9:59

@cbertz (wer auch immer sich dahinter verbergen mag): Interessante Antwort. Dass angesichts der immer stärker um sich greifenden Statistik- und Evaluationshörigkeit ausgerechnet diese Maßnahme nicht auf ihre Wirksamkeit überprüft wird (was sich anhand der Daten des Immatrikulationsbüros einfach bewerkstelligen lassen müsste), beeindruckt mich. Möchte man das Ergebnis vielleicht lieber gar nicht so genau wissen?! Ralf Bernd Klösgen

7 Corinna Bertz schrieb am 21.06.2012 um 18:41

Bei den "Prime-Gymnasien" soll vor allem die Begabtenförderung mit dem Frühstudium (die z.B. auch wissenschaftlich evaluiert wird) im Vordergrund stehen - sowie die Vermittlung von Lehramt-Absolventen. Der Erfolg des Projekts wird deshalb nicht nur an den Einschreibezahlen festgemacht, es geht z.B. auch darum, dass positive Berichte der Schüler über die MLU in ihrer Heimat langfristig wirken. Erstsemesterbefragungen werden regelmäßig durchgeführt, aber wieviele Schüler der Prime-Gymnasien sich jeweils an der MLU beworben haben, ist leider kaum zu beantworten - in NC-Fächern werden sie ja ggf. auch abgelehnt. Zum Aufwand: Besuchergruppen wie die Rothenburger tragen ihre Kosten komplett selbst. Die Allgemeine Studienberatung berät, Studenten der Jugenduni unterstützen z.B. die Betreuung und Professoren engagieren sich - aber die Uni nimmt dafür nicht extra Geld in die Hand.

8 Ralf Bernd Klösgen schrieb am 21.06.2012 um 15:57

Dieses Programm läuft ja nun schon einige Jahre, wenn auch vielleicht mit unterschiedlichen Schulen. Mich würde sehr interessieren, wie viele von den Schülern, die nach Halle eingeladen wurden, denn tatsächlich ein Studium an unserer Universität aufgenommen haben. Das wird doch sicherlich regelmäßig ausgewertet, um das Verhältnis von Aufwand und Ertrag bewerten zu können. Schöne Grüße, Ralf Bernd Klösgen

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