Von links nach rechts: Prof. Mike Ramsey, Vertreter des Preiskomitees, Dr. Stefan Förster, die 97-jährige Stifterin des Preises Hildegard Auwärter und ihr Sohn Heinrich Auwärter, Direktor der Auwärter-Stiftung bei der Preisverleihung. (Foto: Karl Riedling)

Preisgekrönt: Physiker erhält 10.000 Euro für Promotion

Für seine Promotion an der Universität Halle hat Dr. Stefan Förster den mit 10.000 Euro dotierten Max-Auwärter-Preis der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (ÖPG) erhalten. Mit seiner Arbeit hatte er wesentliche Grundlagen für die Entdeckung quasikristalliner Oxidschichten und die daraus folgende „Nature“-Publikation gelegt. Das Preisgeld steht dem halleschen Physiker persönlich zur Verfügung.

Die 10.000 Euro wird er vor allem in der Schweiz ausgeben: Als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdiensts geht Stefan Förster noch im Oktober nach Zürich. „Ich erhalte eine Stelle an der MLU und werde für ein Jahr als Post-Doc in die Schweiz entsandt. Da Zürich eine teurere Gegend ist, wird das Preisgeld sicher in das Bestreiten des Unterhaltes dort fließen“, sagt er.

Der Max-Auwärter-Preis wird aller zwei Jahre für „eine signifikante wissenschaftliche Arbeit auf den Gebieten der Oberflächenphysik, der Grenzflächenchemie und der anorganischen sowie organischen dünnen Schichten“ vergeben. Die Preisverleihung fand Ende September auf der Jahrestagung der ÖPG in Pöllau in der Steiermark statt.

Im Oktober 2013 konnten die halleschen Physiker um Prof. Dr. Wolf Widdra zeigen, dass es möglich ist, aus Oxiden einen Quasikristall aufzubauen. Solche Strukturen waren bisher nur bei wenigen Metalllegierungen und sehr weichen Kolloidsystemen zu finden. Die auf deren Basis entwickelten Materialien haben ungewöhnliche und technologisch hochinteressante Eigenschaften. Die Entdeckung der halleschen Forscher erweitert das Anwendungsspektrum dieser neuen Materialien deutlich.

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