Neuer Haut-Experte am Uniklinikum

Eines der größten und vielseitigsten Organe des Menschen ist sein Fachgebiet: Prof. Dr. Cord Sunderkötter ist neuer Professor für Dermatologie an der halleschen Universitätsmedizin. Der Hautarzt leitet seit dem 1. Februar die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie.

Prof. Dr. Cord Sunderkötter ist neuer Chef der Hautklinik. (Foto: Fotostelle UKH)

Hauterkrankungen können ganz verschiedene Ursachen haben. „In den vergangenen drei Jahrzehnten hat die Behandlung bei all diesen unterschiedlichen Erkrankungen atemberaubende Fortschritte gemacht“, so Sunderkötter. Dazu gehöre etwa die Neutralisierung krankmachender Botenstoffe bei der Schuppenflechte, Hyposensibilisierungen gegen Allergene oder Gentherapien von Erbkrankheiten.

Forschungsschwerpunkte des Mediziners sind Tumorimmunologie, Infektionen und Gefäßerkrankungen der Haut. „Wir werden Grundlagenforschung bei onkologischen Hauterkrankungen betreiben und passen damit sehr gut in die Forschungslandschaft der Universitätsmedizin“, fasst er zusammen.

Studiert hat der gebürtige Westfale in Münster, wo er 1988 auch promoviert wurde. Es folgten Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistenz- und Oberarzt in Münster sowie der Ruf auf eine Professur am Uniklinikum Paderborn. Zuletzt war Sunderkötter wieder in Münster tätig.

Ein Reiz seines Fachgebietes sei es, dass es sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten gibt. „Hauterkrankungen sind schnell und leicht sichtbar, egal ob gefährlich oder eher harmlos, so dass die Patienten zeitnah der Behandlung bedürfen.“ Ziel des 58-Jährigen ist es, die Versorgungsangebote auszubauen. „Dabei wollen wir vor allem für Patienten mit schweren und komplexen Hauterkrankungen ein Ansprechpartner und kompetentes Behandlungsteam sein.“

Neben der Krankenversorgung und Forschung sieht Sunderkötter eine besondere Verantwortung für die Ausbildung der Studierenden: „Ich möchte das hohe Niveau der Klinik im Bereich der Lehre und Weiterbildung fortsetzen, und Studierende und junge Ärzte für das Fach begeistern.“ Jens Müller

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