Zwei Orchester, Uni-Bigband, Universitätschor und Jazz-Quartett werden am 21. Juni in der Händelhalle zu hören sein. (Foto: Maike Glöckner)

Erstes Großes Uni-Konzert: Vier Ensembles spielen für 1.500 Zuhörer

Zum ersten Mal überhaupt stehen die vier großen musikalischen Ensembles der Universität gemeinsam auf einer Bühne. Das Große Universitätskonzert findet anlässlich der 200. Wiederkehr der Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg in der Festwoche statt. Am Mittwochabend, 21. Juni, spielen das Akademische Orchester, das Orchester der Medizinischen Fakultät, der Universitätschor Halle „Johann Friedrich Reichardt“ und die Uni-Bigband in der über 1.500 Plätze fassenden Händelhalle.

Noch übt jeder für sich: Erst wenige Tage vor dem Universitätskonzert werden die vier Ensembles – insgesamt rund 240 Musiker und Sänger – zum gemeinsamen Proben in der Händelhalle zusammenkommen. „Die Idee dazu gab es schon im letzten Jahr, als man dem großen Jubiläumsjahr allmählich entgegensah“, erinnert sich Chorleiter und Universitätsmusikdirektor Jens Lorenz. Auf Einladung des Rektorats kamen die vier Leiter der Ensembles im Februar 2016 erstmals zusammen, um die Idee zu besprechen. Gemeinsam wurde schließlich am Musikprogramm gefeilt.

Plakat zum Konzert

Die passenden Stücke waren schnell gefunden: „Das hat sich vor allem aus dem Repertoire ergeben, mit dem wir vier bereits unsere Sommerkonzerte geplant haben“, erklärt Matthias Erben, Leiter des Akademischen Orchesters. Auch der Ort ergab sich quasi von selbst: „Wir würden wahrscheinlich in keiner anderen Räumlichkeit in Halle gemeinsam auf die Bühne passen“, sagt Dr. Volker Thäle, Dirigent des Orchesters der Medizinischen Fakultät, das ein Stück gemeinsam mit dem Akademischen Orchester spielen wird.

„Ich freue mich auf diesen Sound, wenn knapp 100 Musiker zusammen einen Bach-Choral spielen werden“, so der Leitende Oberarzt der Uni-Klinik für Geburtshilfe. Fünf der sieben Stücke im Programm werden von mehreren Ensembles gemeinsam bestritten. Neben den beiden Orchestern, dem Universitätschor und der Bigband ist daran auch das Jazz-Quartett beteiligt. „Diese Kombination ist das Besondere daran – das Konzert als solches ist ein absolutes Highlight“, sagt Matthias Erben.

Für das Orchester der Medizinischen Fakultät ist das Große Universitätskonzert gleich eine zweifache Premiere: Zum ersten Mal werden die 50 Musiker gemeinsam mit dem Akademischen Orchester spielen und auch in der Händelhalle treten sie erstmals auf. „Ich bin gespannt, wie sich das von der Bühne aus anhört“, sagt Volker Thäle. Mit dem ersten Stück im Programm – der Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy – will er das Uni-Jubiläum mit dem Reformationsjubiläum verbinden. Im Anschluss folgt der Bach-Choral „Eine feste Burg“, arrangiert von Leopold Stokowski, im Zusammenspiel mit dem Akademischen Orchester.

Alle zwei Jahre spielt das Orchester der Medizinischen Fakultät das traditionelle Neujahrskonzert in der Aula. (Foto: Maike Glöckner)

Dass es heute überhaupt zwei sinfonische Orchester an der Uni Halle gibt, ist vor allem auf Volker Thäle zurückzuführen. Vor 21 Jahren wollte er nach seinem Medizinstudium das Cello-Spielen als Ausgleich zur Arbeit wieder aufnehmen. „Beim Akademischen Orchester gab es aber gerade keinen Bedarf für weitere Cellisten, darum habe ich mich im Freundes- und Kollegenkreis umgehört“, erinnert er sich. „Wir haben dann als kleine Musiziergruppe angefangen und schnell Zulauf gefunden und mit dem Proben begonnen.“

Was als Kammermusikvereinigung 1996 begann, hat sich mittlerweile zu einem sinfonischen Orchester aus 50 Musikern entwickelt. Nicht alle sind übrigens Mediziner oder Medizinstudierende – auch aus anderen Fakultäten sind Uni-Angehörige dabei. Konkurrenz zum Akademischen Orchester gebe es dabei nicht, versichert der Mediziner. „Uns geht es um die Freude am Musizieren. Die wollen wir bei unseren Konzerten auch transportieren.“

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Kommentare [ 1 ]

1 Matthias Erben schrieb am 02.06.2017 um 10:08

Aussagekräftiger Artikel, vielen Dank! Matthias Erben

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