Optik auf der Nanoebene

Licht besteht aus vielen Frequenzen. Nur ein Teil davon ist für den Menschen sichtbar. Andere Lichtfrequenzen, wie im infraroten Spektralbereich, finden etwa in der Sensortechnik Einsatz. Wie sich Licht auf der Nanoebene steuern lässt, erforscht Dr. Jörg Schilling. Seit  August 2017 hat er die Professur für „Nichtlineare Nanophotonik“ an der Uni Halle inne.

Jörg Schilling

Jörg Schilling (Foto: Maike Glöckner)

Mit künstlichen Nanomaterialien will Schilling das Licht kontrollieren: „Wenn wir die Ausbreitung, Emission und Absorption von Licht steuern können, lassen sich neue, bisher unbekannte Prozesse mit Licht realisieren.“ Diese könnten helfen, optische Komponenten noch kleiner und effizienter zu machen. „Ein weiter entferntes Ziel ist auch der optische Computer, der viel schneller wäre als Computer, die auf elektrischen Schaltkreisen basieren“, so der 43-Jährige.

Schilling ist eng mit Halle und der Universität verbunden: Er wurde in der Saalestadt geboren und nach seinem Physikstudium in Halle folgte 2002 die Promotion am hiesigen Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik. Danach wechselte Schilling ans California Institute of Technology in den USA und als University Research Fellow der Royal Society an die Queen’s University Belfast in Großbritannien.

2009 kehrte Schilling nach Halle zurück: Am Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) SiLi-nano der Uni Halle übernahm er eine Stelle als Nachwuchsgruppenleiter und später als Juniorprofessor. „Die Professur gibt mir nun eine langfristige Forschungsperspektive. Außerdem kann ich weiter auf die große außer- wie inneruniversitäre Expertise in den Materialwissenschaften zurückgreifen“, freut sich Schilling über seine jetzige Position. Das neu gewonnene Wissen in den Bereichen Photonik und Nanostrukturtechnologie möchte der zweifache Familienvater auch an seine Studierenden weitergeben. Tom Leonhardt

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