Heft 1/2014

Feld-Forschung mit Sonnenlicht

Mit Sonnenenergie eigenen Strom erzeugen – das geht seit Herbst 2013 bei den Physikern um Prof. Dr. Roland Scheer. Auf dem Weinberg Campus wurde nämlich ein kleines Solarfeld in Betrieb genommen. An verschiedenen Solarmodulen können Studierende des Masterstudiengangs „Erneuerbare Energien“ messen, welchen Einfluss beispielsweise das Wetter auf die Effektivität von Solarzellen hat.

Dr. Martin Schattats Nachwuchsforschergruppe untersucht lebende Zellen. (Foto: Michael Deutsch)

Raus aus dem Windschatten

Zehn junge Forscher leiten derzeit eine wissenschaftliche Nachwuchsforschergruppe an der Universität Halle. Einer von ihnen ist Dr. Martin Schattat. Lediglich Bürostuhl, Schreibtisch und ein fast leeres Labor erwarteten ihn, als er 2012 als Leiter der neuen Nachwuchsforschergruppe „Pflanzliche Zellbiologie“ an seine Alma Mater zurückkehrte.

Gute Lehre – schlechte Lehre? Alle Dozenten werden von Studierenden evaluiert. (Bild: Fotolia / © bloomua)

Zeugnisstunde für die Lehre

Seit 2010 müssen Lehrende an der Martin-Luther-Universität innerhalb von drei Jahren mindestens zwei ihrer Lehrveranstaltungen von Studierenden evaluieren lassen. Jedes Semester füllen Studierende Tausende dieser Bögen für etwa 400 Lehrveranstaltungen an. Können ein paar Kreuze und Kommentare die Lehre tatsächlich verbessern?

„Ich habe eine besondere Beziehung zu dieser Universität.“ Jura-Professor Hans Lilie (Foto: Maike Glöckner)

Ansteckendes Engagement

Hans Lilie steht noch immer im Rampenlicht der Medien. Deutschlandweit. Der hallesche Jurist ist um Transparenz bemüht. Er ist einer, der weniger skandalträchtige Schlagzeilen fordert und um Sachlichkeit wirbt – eben, weil so Vieles auf dem Spiel steht: Es geht um lebenswichtige Weichenstellungen in der Transplantationsmedizin. Ein Thema, dass der 64-Jährige auch mit Studierenden diskutiert.

Ende März kehrt Dark Ronald nach Halle zurück. Als erstes Exponat wird er in das neue Domizil des Museums für Haustierkunde am Domplatz 4 einziehen. (Bild: ZNS)

Der Stempelhengst "Dark Ronald"

Seit 86 Jahren ist er bereits tot. Und immer noch löst sein Name Ehrfurcht und Begeisterung aus. Zumindest bei Pferdenarren. Denn Dark Ronald – heute im Besitz der Universität Halle – ist Deutschlands Stempelhengst Nummer 1.

Wunschzettel für die Politik: Was Studierende erwarten

Um seine Wünsche zu äußern, brauchte man keine Haselnüsse, musste nicht an eine Lampe reiben und keinen singenden klingenden Baum schütteln. Es reichte aus, eine Woche vor der Bundestagswahl 2013 am Ende einer Online-Umfrage die Frage zu beantworten: „Womit sollte sich die Politik stärker beschäftigen?“ Knapp 2.000 Antworten von halleschen Studierenden kamen dabei zusammen.

Dreiecke, Quadrate und Rhomben: Klaus Meinel, Stefan Förster und Wolf Widdra legen die zwölfeckigen Quasikristalle im Modell zusammen. (Foto: Maike Glöckner)

Ein ungewöhnliches Bauprinzip

Eher zufällig macht Dr. Stefan Förster eine verblüffende Entdeckung: Auf einem dünnen Film aus Bariumtitanat fällt ihm ein zwölfeckiges Muster auf, für das es keine herkömmliche Erklärung gibt. Mit seinen Kollegen kann er das Rätsel lösen und eine neue Klasse der Quasikristalle nachweisen.

Entdecker und Namensgeber: Pilzkundler Prof. Dr. Uwe Braun (Foto: Michael Deutsch)

Akribie und Abenteuer: Sechs Entdeckungen aus drei Jahrhunderten

Von der Pilzukunde bis zur Lichempfindlichkeit von Silbersalzen – seit über 300 Jahren wird an der Universität Halle stets Neues entdeckt. Mehr als 700 Pilz-Arten hat zum Beispiel Prof. Dr. Uwe Braun bereits entdeckt. Ganz andere Entdeckungen machen Georg und Johann Reinhold Forster, als sie 1174 mit James Cook um die Welt segeln. Sechs Entdecker-Geschichten hallescher Forscher: