Heft 2/2016

Zwanzig Fragen an Dr. Kathrin Hirschinger

An dieser Stelle wird’s persönlich … Den Fragebogen des Unimagazins beantwortet in Heft 2/16 Dr. Kathrin Hirschinger. Im Mai wurde die Musikpädagogin zum dritten Mal zur Gleichstellungsbeauftragten der Universität Halle gewählt. Seit acht Jahren ist sie neben ihrer Arbeit in den Musikwissenschaften auch im Gleichstellungbüro tätig.

Die neue Vielfalt

Studierende sind keine homogene Gruppe. Was das für die Lehre bedeutet, hat die Soziologin Peggy Trautwein vom Institut für Hochschulforschung untersucht. Ihre Studie ist auch für das landesweite Projekt „Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre“ relevant, in dem Lavinia Ionica von der Uni Halle mitarbeitet. Ines Godazgar sprach für das Unimagazin mit beiden darüber, wie Hochschulen der wachsenden Vielfalt gerecht werden können.

Gene zum Klingen bringen

Der hallesche Biologe Martin S. Staege kann mit Genen Musik machen. Das erinnert dann zwar vom Klang her teilweise eher an Avantgarde-Musik, aber es geht hierbei weniger um Fragen der Ästhetik, als darum, Unterschiede zwischen verschiedenen biologischen Objekten hörbar zu machen.

DNA

Die Gen-Schere CRISPR/Cas9

Die Gen-Schere „CRISPR/Cas9“ gilt als revolutionäre Entdeckung für die Biowissenschaften. Noch nie war es so einfach, das Erbgut von Pflanzen, Tieren oder Menschen zu verändern. Dr. Johannes Stuttmann vom Institut für Biologie ordnet die Technik sowie ihre Vor- und Nachteile ein.

Eiszeit in Äthiopien: Zuflucht im Hochgebirge?

Sind die Menschen in Äthiopien während der letzten großen Eiszeit vor 16.000 Jahren in die Berge geflohen? Das erforscht ein internationales Team aus Bodenkundlern, Archäologen und Biologen im neuen Projekt „The Mountain Exile Hypothesis“. Dafür reisen hallesche Bodenkundler künftig in das Sanetti-Hochplateau und untersuchen den Boden mit modernen biogeochemischen Methoden auf Jahrtausende alte Spuren von Menschen.

„Es gibt keinen Fahrplan“

Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften wird Feldforschung betrieben. Aber wie? – Das beschreibt Prof. Dr. Georg Breidenstein gemeinsam mit zwei Kollegen im Lehrbuch „Ethnografie – die Praxis der Feldforschung“. Im Interview spricht der Erziehungswissenschaftler über die Notwendigkeit der teilnehmenden Beobachtung, über Herausforderungen und Besonderheiten der sozialwissenschaftlichen Feldforschung.

Erdöl: Segen und Fluch

Wenn ein Land über Ölreserven verfügt, birgt das ungeahnten Reichtum – oder? Der Tschad zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit 2003 wird in dem Staat in der Mitte Afrikas Öl gefördert. Die Ethnologin Andrea Behrends hat über zwölf Jahre soziale und kulturelle Veränderungen durch die Erdölförderung vor Ort untersucht.

Die Natur vermessen

Grillen zirpen am Waldrand, sonst ist es still im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland. Neun Studierende der Uni Halle arbeiten konzentriert trotz der Mittagshitze. Es ist ihr letzter Tag im Feld, und noch ist vieles zu tun. Im Mastermodul Freilandökologie lernen die angehenden Biologen in vier Untersuchungsgebieten bei Freyburg, was es heißt, im Feld zu forschen.

In der Sammlung zu Hause

Schildkröten, Bisons und Rüsselkäfer: Seit über 20 Jahren arbeitet Dr. Karla Schneider mit Tierpräparaten, die bis zu 230 Jahre alt sind. Die Kustodin der Zoologischen Sammlung liebt ihren Job, weil er Hobby und Beruf verbindet.

Das Gedächtnis der Stadt

Wie organisierten die Menschen einer mittelalterlichen Stadt ihr Zusammenleben? Wie wurden Umweltsünden bestraft? Das und vieles mehr steht in den Gesetzen, Protokollen oder Briefen der Stadtverwaltungen. Bereits seit dem 13. Jahrhundert wurden diese in Stadtbüchern niedergeschrieben. Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) kann ein Team um die Historiker Prof. Dr. Andreas Ranft und Dr. Christian Speer diese Bücher nun erstmals für die Forschung erschließen.