Heft 3/2014

Pflanzen gegen Viren stärken

Wie kann man die Abwehr von Nutzpflanzen stärken? Das erforschen 100 indische Studierende und Wissenschaftler an sechs europäischen Universitäten mit Hilfe von drei Millionen Euro Förderung im Brave-Projekt. Als einziger deutscher Partner ist die Martin-Luther-Universität an dem Projekt beteiligt. Seit Juli ist der erste indische Nachwuchsforscher in Halle, in ein paar Wochen werden zwölf weitere Doktoranden, Post-Docs und Masterstudierende erwartet.

Scharfblick für mehr Transfer

„Es gab keinen Entscheidungsdruck, sondern eine gut überlegte und schrittweise Nachfolgeregelung“, sagt der neue Geschäftsführer des Univations Institut für Wissens- und Technologietransfer an der Martin-Luther-Universität. Sein Amtsvorgänger Dr. Ulf-Marten Schmieder, der Univations vor zehn Jahren aus der Taufe hob, hat indes die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Lukas angetreten und lenkt die Geschicke des Technologie- und Gründerzentrums Halle (TGZ).

Die kleinste Unbekannte als größte Herausforderung

Mit bloßem Auge ist sie nicht zu erkennen: Die Zelle ist die kleinste lebende Einheit eines Organismus. Was in ihr vorgeht, ist in vielen Punkten noch immer unbekannt. Je intensiver Biologen heute die Bestandteile und Mechanismen innerhalb der Zelle erforschen, desto komplexer und vielfältiger erscheint sie. Aktuelle Forschungsarbeiten am Lehrstuhl für Zelluläre Biochemie liefern neue Erkenntnisse zu Pflanzenzellen und werfen zugleich neue Fragen auf.

Der Kopf des Kaisers unter Verdacht

Ein Bronzekopf von Kaiser Augustus, der derzeit im Archäologischen Museum der Universität ausgestellt ist, sorgt überregional für Aufsehen. Nicht etwa wegen seiner Einzigartigkeit, sondern weil er eine Fälschung ist. Zeichnet man die Stationen nach, auf denen das Stück von einem windigen New Yorker Antiquitätenhändler über einen Sammler aus der Schweiz nun als Leihgabe in Halle landete, wähnt man sich in einem Krimi.

Verirrt

So etwas hat Elke Kirsch noch nie aus dem Postfach der Uni gefischt: Eine vergilbte Postkarte mit Eselsohren, schreibmaschinenbeschrieben und von der Deutschen Post nachadressiert.

Das Luther-Jubiläum als Motor für die Forschung

Martin Luther schlug am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablass an das Portal der Wittenberger Schlosskirche. Damit initiierte er die reformatorische Bewegung, die in der Folgezeit Theologie, Kirche und Gesellschaft grundlegend veränderte. Im Jahr 2017 liegt dieses Ereignis 500 Jahre zurück. Weltweit ist das Jubiläum Anlass für eine Vielzahl wissenschaftlicher, kirchlicher und kultureller Veranstaltungen. Auch die Martin-Luther-Universität, die den Namen des großen Reformators trägt, würdigt dieses Jubiläum mit einem breiten Spektrum akademischer Initiativen und Angebote.

Hilfe für Studierende in Not

Seit 20 Jahren ist der Verein „Hilfe für ausländische Studierende e. V.“ (HauS) aktiv im Einsatz für Studierende aus aller Welt, die unverschuldet in Not geraten. Zwei Studierende aus der Ukraine und aus Nepal erzählen, wie ihnen der gemeinnützige Verein nicht nur mit Geld, sondern vor allem mit Zuversicht geholfen hat.

Zentralasien – Schauplatz der Weltgeschichte

Zu den ersten von 21 geplanten Bänden der Neuen Fischer Weltgeschichte (NFWG) gehört auch „Zentralasien“ von Prof. Dr. Jürgen Paul, Islamwissenschaftler an der MLU. Hier agieren Nomaden, Ackerbauern, Steppenkrieger und Seidenhändler verschiedener Herkunft, Rasse und Religion; legendäre Reiche und Staaten entstehen und vergehen; Khane, Kaiser, Kolonialisten und Sowjetfunktionäre steigen auf und fallen. Margarete Wein hat den Band für die „Literaturfabrik“ rezensiert.

Neuerscheinung: "Erziehungsgeschichte/n."

Elf Experten der Bereiche Erziehungswissenschaften, Historische Bildungsforschung, Sozialpädagogik, Soziologie und Deutschdidaktik analysieren verschiedene spezielle Aspekte der Erziehung (und Bildung). Sie lehren und forschen in Deutschland, Italien und der Schweiz. Aus Halle sind Reinhard Hörster, Eva-Maria Kohl und Dayana Lau an dem Band der Reihe „Beiträge zur Historischen Bildungsforschung“ beteiligt. Für „scientia halensis“ hat Margarete Wein das Buch rezensiert.