Varia

Neue Sammlung für das Archäologische Museum der Uni Halle

Seit diesem Monat ist das Archäologische Museum der Uni Halle um 80 Exponate reicher: Die wertvolle Sammlung des Altrektors Otto Kern konnte mithilfe der Erben und der Ernst von Siemens Kunststiftung im vollen Umfang von der Universität erworben werden.

Eine neue Verbindung nach Istanbul

Als Prof. Dr. Henning Rosenau 2015 nach Halle berufen worden ist, brachte der Jurist auch sein langjähriges Engagement für die Türkisch-Deutsche Hochschule (TDU) mit. Seit Februar unterstützt die Martin-Luther-Universität als Mitglied des deutschen Konsortiums der TDU den Aufbau der Hochschule, die 2010 von beiden Staaten in Istanbul gegründet worden ist. Auch zwei hallesche Ökonomen sind mittlerweile involviert. Gerade angesichts der aktuellen, politisch schwierigen Situation vor Ort halten sie den deutsch-türkischen Austausch für wichtiger denn je.

Archäologisches Museum Robertinum feiert 125-jähriges Bestehen

Am 9. Dezember 1891 wurde das Archäologische Museum am Uniplatz eröffnet. Auf den Tag genau 125 Jahre später wird am Freitag der kommenden Woche um 16 Uhr das Jubiläum mit einer Festveranstaltung in der Aula gefeiert. Seit der Eröffnung des Museums geben die antiken Sammlungen Einblick in die Kulturen des alten Griechenlands, Roms und Ägyptens. Die Exponate werden bis heute für Lehre und Forschung genutzt.

Musik auf der Empore

Eine seltene Gelegenheit bot sich am Dienstagabend im Rahmen der Reihe aula konzerte halle: Das Ensemble Nobilis um den Organisten Johannes Berger brachte die Praetorius-Orgel in der Aula des Löwengebäudes zum Klingen. Das Instrument, das in den späten 1920er Jahren erbaut wurde und nach einer Restauration seit 2007 wieder spielbar ist, war in Kombination mit Trompete und Sopran zu hören. Eine Rezension von Pascal Schliemann.

Welchen Sinn haben Universitätsreformen? – Streitgespräch in Wittenberg

Die Zusammensetzung des Podiums war bereits im Vorfeld vielversprechend: Jan-Hendrik Olbertz, Armin Willingmann und Everhard Holtmann waren geladen, die pointierten Thesen von Jürgen Kaube, einem der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zu kommentieren. Thema der diesjährigen Disputation der Universität am Reformationstag: „Universitas semper reformanda? Von den Möglichkeiten und Grenzen permanenter Universitätsreformen“.

„Geschichte, die direkt nachwirkt“

In den Jahren 1933 bis 1945 wurden an der Uni Halle mindestens 43 Hochschullehrer aus dem Dienst entlassen – in der Mehrzahl, weil sie jüdische Vorfahren hatten oder politisch verfolgt wurden. 2013 gedachte die Universität mit einer Publikation und einer Veranstaltung dieser Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Nachfahren der Vertriebenen kamen dazu auch aus Israel und den USA nach Halle. Viele dieser Menschen hat das Projekt, das den Titel „Ausgeschlossen“ trägt, seitdem nicht mehr losgelassen, wie PD Dr. Friedemann Stengel im Interview berichtet. Er leitet die Rektoratskommission, die Namen und Lebensläufe recherchiert und weiter an der Aufarbeitung der Universitätsgeschichte arbeitet.

Die Büsten der Agrarwissenschaftler Wilhelm Rimpau, Albrecht Daniel Thaer und Julius Kühn (v.l.n.r.) auf dem Weinberg Campus haben von der Gesellschaft zur Förderung der Agrar- und Ernährungswissenschaften Info-Schilder erhalten. (Foto: Maria-Luise Kunze)

Väter der Agrarwissenschaften erhalten ihre Namen

Bislang standen sie namenlos neben dem Hörsaal-Gebäude an der Theodor-Lieser-Straße – jetzt haben die drei Bronzebüsten eine Identität erhalten. Am Dienstagmorgen wurden die von der Gesellschaft zur Förderung der Agrar- und Ernährungswissenschaften gestifteten Infoplaketten für Wilhelm Rimpau, Albrecht Daniel Thaer und Julius Kühn am Weinberg-Campus eingeweiht. Die drei Forscher gelten als die geistigen Väter der Agrarwissenschaften an der Uni Halle.

ULB digital

Hort der Bücher? Raum stiller Lektüre? Ort des Wissensgewinns per Exzerpt? Für Anke Berghaus-Sprengel, seit einem halben Jahr Direktorin der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB), ist eine Bibliothek heute bereits viel mehr. Sie führt ein Traditionshaus, das sich ständig erneuert hat, sich aber weiter wandeln muss.

40 Erasmus-Schüler zu Gast beim Gründerservice

Ideen finden und umsetzen kann jeder! – und so empfing der Gründerservice der Universität Halle diese Woche 40 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa im Rahmen des Erasmus-Plus-Projekts. In internationalen Teams entwickelten die 14- bis 17-Jährigen mit Hilfe von Kreativitätsmethoden Ideen für die Kleidung der Zukunft. Das hallesche Gymnasium Südstadt ist als deutsche Partnerschule an dem Austauschprojekt beteiligt.

Luthers Erbe

„Wer etwas will anfangen, der mag es beizeiten tun.“ So plauzte der schlagfertige Reformator Martin Luther vor einem halben Jahrtausend wohl jeden an, der im Umgang mit kostbarer Zeit sündigte. Ganz sicher wäre der Reformator, der am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels an die Tür der Wittenberger Schlosskirche gehämmert haben soll, heute zufrieden. Zufrieden mit den guten Geistern seiner Alma Mater, die das 500-jährige Reformationsjubiläum mit vorbereiten.