Bioinformatik

Hajk-Georg Drost bei der Verleihung des SKWP-Forschungspreises der Uni Halle im Juni 2017 (Foto: Maike Glöckner)

„Ich versuche, meine Umwelt zu verstehen“

Mehrfach zeichnete die Universität Halle seine herausragende Forschung aus: Dr. Hajk-Georg Drost erhielt den SKWP-Forschungspreis der Universität Halle vor vier Jahren für seine Bachelorarbeit und im Juni 2017 für seine Dissertation. In seiner Bachelorarbeit war er an einem Forschungsprojekt beteiligt, das den Grundstein für eine „Nature“-Titelstory legte. Inzwischen arbeitet Hajk-Georg Drost als Postdoc an der Universität Cambridge.

Die Breite der Forschungsbereich in der Bioinformatik ist förmlich explodiert. (Foto: Markus Scholz)

Wissen aus erster Hand

Bioinformatiker der Universität Halle und der Friedrich-Schiller-Universität Jena kooperieren seit letztem Wintersemester nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre. Ins Leben gerufen wurde der „Professorenaustausch“ von den halleschen Bioinformatikern Ivo Große, Stefan Posch und Jan Grau und ihren Jenaer Kollegen Stefan Schuster und Sebastian Böcker.

Gewagt und gewonnen: Bachelor-Arbeit wird Nature-Story

Emotionen assoziiert man nicht zwingend mit Informatik. Wer aber Ivo Große zuhört, Bioinformatik-Professor am Institut für Informatik an der Universität Halle, der merkt ganz schnell, wie viel Herzblut in jedem Algorithmus steckt. Fast ein Jahr nach der bahnbrechenden Veröffentlichung des „Nature“-Artikels zum pflanzlichen Sanduhr-Muster ist Große noch immer restlos begeistert – und zwar von seinen Studenten Hajk-Georg Drost und Alexander Gabel. Die beiden haben 2012 in ihren Bachelor-Arbeiten eine wesentliche Grundlagen für die „Nature“-Publikation gelegt und wurden dafür mit dem mit 30.000 Euro dotierten SKWP-Forschungspreis der Universität Halle geehrt.