Genetik

TEDxUniHalle: Zwischen Genetik, Kunst und Mathematik

Ein Tag, zwölf Vorträge und jede Menge neue Ideen aus Wissenschaft, Kunst, Kultur und Bildung. Das ist die Idee hinter „TEDx“, dem lokalen Ableger der weltweit erfolgreichen „TED-Talks“. Erstmals findet das Veranstaltungsformat auch in Halle statt: Am Donnerstag, 1. Juni, präsentieren Wissenschaftler, Designer und Kulturschaffende ihre neuen Ideen vor einem 100-köpfigen Publikum in der Aula der Universität. Die Vorträge werden auch via Livestream übertragen.

Im und am menschlichen Körper leben viele heute noch nicht vollständig bekannte Bakterien. (Foto: Colourbox.com)

Das menschliche Mikrobiom

Jeder Mensch teilt seinen Körper mit unzähligen kleinen Lebewesen, wie Bakterien. Bis vor wenigen Jahren wurde ihre Bedeutung verkannt. Heute weiß man: Bakterien können einen großen Einfluss auf die Gesundheit und sogar das Verhalten eines Menschen haben. Der Mikrobiologe Prof. Dr. Gary Sawers erläutert die Hintergründe.

Gene zum Klingen bringen

Der hallesche Biologe Martin S. Staege kann mit Genen Musik machen. Das erinnert dann zwar vom Klang her teilweise eher an Avantgarde-Musik, aber es geht hierbei weniger um Fragen der Ästhetik, als darum, Unterschiede zwischen verschiedenen biologischen Objekten hörbar zu machen.

DNA

Die Gen-Schere CRISPR/Cas9

Die Gen-Schere „CRISPR/Cas9“ gilt als revolutionäre Entdeckung für die Biowissenschaften. Noch nie war es so einfach, das Erbgut von Pflanzen, Tieren oder Menschen zu verändern. Dr. Johannes Stuttmann vom Institut für Biologie ordnet die Technik sowie ihre Vor- und Nachteile ein.

Stammzellenrecht: Timo Faltus mit Dissertationspreis der Juristen ausgezeichnet

Welchen rechtlichen und ethischen Status haben künstlich hergestellte Stammzellen? Dieser komplexen Frage ist der hallesche Jurist Timo Faltus in seiner Promotion nachgegangen und hat dafür den Dissertationspreis des Juristischen Bereichs erhalten. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird jährlich für eine herausragende Arbeit im Bereich der Rechtswissenschaften vergeben.

Blattschneiderbiene

Gibt es ein Sozial-Gen bei Bienen?

Sie leben in großen Völkern, kleinen Gruppen oder als Einzelgänger. Das Sozialverhalten von Bienen ist je nach Art extrem unterschiedlich. Ein internationales Forscherteam hat nach den genetischen Grundlagen dafür gesucht und herausgefunden: Es gibt kein einzelnes Gen, das darüber entscheidet, ob Bienen in Gruppen oder alleine leben. Damit hat es das Team aus über 50 Forschern ins Fachjournal „Science“ geschafft. Unter den Autoren: Vier Wissenschaftler der Uni Halle.

Ackerschmalwand

Wachstum: Wie Pflanzen auf die globale Erwärmung reagieren

Ein Gen beeinflusst maßgeblich, wie Pflanzen in ihrer Wachstumsphase auf hohe Temperaturen reagieren. Das hat ein internationales Team aus Wissenschaftlern unter Leitung des halleschen Pflanzenforschers Prof. Dr. Marcel Quint herausgefunden. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „BMC Plant Biology“ veröffentlicht und könnten dabei helfen, Pflanzen in Zukunft an die globale Erwärmung anzupassen.

Unersetzbar: Die Drosophila-Röhrchen der Biologen

Oben ein Wattestöpsel, unten reichlich Futterbrei. Dazwischen lebt ein echter Superstar: Drosophila melanogaster. Ihr Wildtyp, die Taufliege, ist vielen als unerwünschter Küchengast bekannt. Mit einem Brei, der unter anderem Rosinen, Bierhefe und Maisstärke enthält, werden die Tiere, mit denen Forscher der Abteilung Entwicklungsgenetik arbeiten, von Maria Kube versorgt. Seit 26 Jahren ist die technische Mitarbeiterin für das sogenannte Fliegenumsetzen verantwortlich.